Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Volatilität an den Finanzmärkten ist außergewöhnlich hoch und daran wird sich aufgrund der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren wohl nichts ändern, so die Analysten der Helaba.
Mit Spannung würden Marktteilnehmer auf die EZB-Entscheidung am Donnerstag warten. Auch die Regierungskrise in Italien werde für weitere Schlagzeilen sorgen und zum Ende der Woche könnten die Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1 abgeschlossen sein. Werde das Gas wieder fließen oder nicht? Die Skepsis sei groß, was an den anhaltend hohen Gaspreisen abzulesen sei.
Die Renditen seien im Trend gesunken und die Zinskurve sei aufgrund der Rezessionssorgen flacher geworden. Zu einer fortgesetzten Verflachung sei es aber nicht gekommen. Der Spread zwischen 10- und 2-jährigen Bundesanleihen liege unter 70 BP, nach gut 80 BP vor knapp einer Woche. In den USA sei die Kurve weiterhin invers. Der 10/2- Spread liege mit -21 BP im Bereich eines 15-Jahrestiefs.
Der Anstieg des Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei am Freitag zum Erliegen gekommen - wohl auch, weil die US-Zahlen zum Teil besser ausgefallen seien als erwartet. Der seit Mitte Juni zu beobachtende Aufwärtstrend gebe aber noch die Richtung vor. Die Unterstützungslinie verlaufe heute bei 151,85. Eine weitere Haltemarke stelle die 55-Tagelinie bei knapp unter 150,50 dar. Der nächste Widerstand lasse sich erst bei 155,27 lokalisieren. (18.07.2022/alc/a/a)
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