Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Nervosität an den Finanzmärkten ist weiterhin hoch, so die Analysten der Helaba.
Während der Euro auf dem Weg zur Parität sei, hätten die Aktienmärkte zuletzt Kursgewinne erzielt. Der Rentenmarkt sei weiterhin sehr volatil und mit Blick auf die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sei eine Schwankungsamplitude von mehr als 15 Basispunkten innerhalb eines Tages keine Seltenheit mehr. Zur Erinnerung: Mitte Juni sei bei 1,92% der vorläufig höchste Stand seit mehr als acht Jahren erreicht worden, in der letzten Woche sei die Rendite im Tief auf 1,07% gesackt. Derzeit liege sie bei 1,35%.
Zwar sei es im Anschluss an den robusten US-Arbeitsmarktbericht zu Kursrücksetzern gekommen, der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe aber einen kurzfristigen Aufwärtstrend etabliert. Die Unterstützungslinie verlaufe heute bei 149,23. Sollte die umkämpfte 55-Tagelinie (150,77) dauerhaft überschritten werden, zeige sich die nächste Hürde am letzten Impulshoch bei 152,92.
Bei den Peripheriespreads falle auf, dass italienische Bonds ihre Underperformance beendet hätten. BTPs mit 10-jähriger Laufzeit würden gut 195 BP über Bunds rentieren. Auch gegenüber spanischen Bonds sei der Spread zuletzt wieder kleiner geworden. Eine Regierungskrise in Italien habe zunächst abgewendet werden können, nachdem sich die Fünf-Sterne-Bewegung zur Regierungsverantwortung bekannt habe. (11.07.2022/alc/a/a)
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