Bonn (www.anleihencheck.de) - Vorlaufindikatoren wie Einkaufsmanagerindices deuten weiter auf eine solide ökonomische Entwicklung der US-Volkswirtschaft hin, so die Analysten von Postbank Research.
Der leichte Anstieg des ISM-Einkaufmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den USA von 55,4 auf 56,1 im Mai suggeriere, dass die Lieferkettenschwierigkeiten langsam abklingen würden, was der Industrie neuen Schub verleihen könnte.
Der US-Arbeitsmarkt bleibe weiter in einer starken Verfassung. Die Arbeitslosenquote stehe mit weiterhin 3,6% nur 0,1%-Punkte oberhalb des Vor-Corona-Tiefs. Allerdings würden sich erste Abschwächungstendenzen erkennen lassen. Die Anzahl an offenen Stellenangeboten sei zuletzt leicht zurückgegangen und die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung seien langsam nach oben geklettert.
Die US-Notenbank FED werde vermutlich auf ihrer nächsten Sitzung Mitte Juni ein weiteres Mal die Leitzinsen um 50 Basispunkte erhöhen. Daneben habe sie im Juni mit ihrem Bilanz-Abbauprogramm begonnen. Jedoch sei zuletzt die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass nach zwei weiteren Zinsschritten á 50 Bp auf den beiden kommenden Sitzungen die US-Notenbank die Zinserhöhungen anschließend verlangsame.
Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries könnte von aktuell 2,91 Prozent (Stand: 03.06.2022) auf 3,30 Prozent in sechs Monaten ansteigen. (Zinsbulletin Juni 2022) (07.06.2022/alc/a/a)
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