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29.04.22 15:14
Inflationstrend wird sich abschwächen

München (www.anleihencheck.de) - Der Krieg und die Folgen der coronabedingten Einschränkungen in China halten die Inflation hier zu Lande hoch, so die Experten von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Vorerst wird die Inflation - insbesondere durch die direkten und indirekten energiebedingten Einflüsse auf die Verbraucherpreise - hoch bleiben", sage Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Im Falle eines Ende des Krieges ist mit einer stärkeren Abschwächung der steigenden Preistrends zu rechnen. Währenddessen könnten auch bei einem anhaltenden Krieg Effekte aus sinkender Nachfrage zu einem Rückgang des Inflationstrends in der zweiten Jahreshälfte führen – ganz abgesehen von zusätzlich dämpfenden Basiseffekten", so Greil. Und weiter: "Die größten Risiken für das Abschwächungs-Szenario in Sachen Inflation sind ein kompletter Ausfall der russischen Gaslieferungen sowie langwierige Unterbrechungen der Lieferketten, wenn China seine Covid-Probleme nicht so schnell in den Griff bekommen sollte."

Die kommende Woche stehe neben den Entwicklungen in Sachen Russland und China vor allem im Zeichen der Notenbanken: Denn sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England dürften bei ihren Sitzungen am Mittwoch bzw. Donnerstag ihre Leitzinsen anheben. Während es bei der FED auf einen 50-Basispunkte-Schritt nach oben hinauslaufen sollte, richte sich der Fokus in Washington primär auf Aussagen zur weiteren geldpolitischen Ausrichtungen der amerikanischen Währungshüter. Auch datenseitig würden die USA mit ihren ISM-Einkaufsmanagerberichten am Montag und Mittwoch, Auftragseingangszahlen am Dienstag und insbesondere dem April-Arbeitsmarktbericht am Freitag die Woche dominieren.

In Deutschland stünden zum Wochenauftakt Einzelhandelsumsatzzahlen sowie der Arbeitsmarktbericht für April auf der Agenda, bevor am Mittwoch die finale Handelsbilanz für März vorgelegt werde. In der zweiten Wochenhälfte würden bei uns dann Industriezahlen, am Donnerstag zu den Aufträgen sowie am Freitag zur Produktion im März dominieren. Für den gesamten Euroraum steche am Montag das Wirtschaftsvertrauen für April hervor, bevor am Dienstag Produzentenpreise und Arbeitsmarktzahlen und am Mittwoch Einzelhandelsdaten folgen würden. (29.04.2022/alc/a/a)


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