Wien (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten stehen weiterhin sehr stark die Faktoren Geo- und Geldpolitik im Fokus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die anstehenden Kämpfe im Donbass könnten dabei einen starken Einfluss auf den Ukraine-Krieg nehmen und somit dann die Basis für einen "kalten Konflikt" bilden.
In den USA hätten Inflationsdaten abermals im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Im März sei die US-Verbraucherpreisinflation auf 8,5% p.a. geklettert, was einem monatlichen Preisanstieg von 1,2% (saisonal bereinigt) entspreche. Die Finanzmärkte hätten mit einem Rückgang der Inflationserwartungen reagiert und auch Treasury-Renditen hätten sich von ihren Mehrjahreshöchstständen abgewendet. Dies möge auf den ersten Blick wenig intuitiv erscheinen. Auf den zweiten Blick sei es die nachlassende Dynamik der Kerninflation (ex Lebensmittel und Energie), die einen Wendepunkt der Inflationsdynamik ankündigen könnte und damit die Marktreaktion ausgelöst habe. Die Preise der Kernrate seien im März um 0,3% p.m. gestiegen, was unter der Dynamik der Vormonate liege (0,5 bis 0,6%). Einige Güter - insbesondere Gebrauchtwagen - hätten rückläufige Preise gezeigt, während die Preise für Dienstleistungen - wie etwa Wohnen - weiterhin überdurchschnittlich stark steigen würden.
Die Abschwächung der Dynamik bei der Kerninflation dürfte daher keine große Erleichterung für die FED bedeuten. Die Analysten der RBI sehen die März-Inflationsdaten daher nicht als Wendepunkt für die Märkte, nichtsdestotrotz sollten Inflationsraten im Jahresvergleich aufgrund von Basiseffekten fortan sinken. (14.04.2022/alc/a/a)
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