Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Hoffnungen auf eine baldige Beendigung des Ukraine-Krieges und Enttäuschungen wechseln sich ab, so die Analysten der Helaba.
Insofern bleibe auch die Volatilität erhöht. An den Aktienmärkten sei es zu einem versöhnlichen Wochenschluss gekommen und auch der Euro habe sich behauptet. Am Rentenmarkt herrsche nach den herben Verlusten der vergangenen Handelstage Katerstimmung vor.
Inflationssorgen hätten durch die veränderte EZB-Perspektive etwas gedämpft werden können, denn die Inflationserwartungen seien gemessen am 5J/5J-Forward-Inflation-Swap per saldo nicht weiter gestiegen und würden um 2,25% pendeln. Da zudem die Nominalrenditen gestiegen seien, hätten sich die Realrenditen von ihren extrem niedrigen Niveaus erholen können.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe in der vergangenen Woche eine Schwankungsamplitude von unglaublichen 665 Basispunkten aufgewiesen, die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei seit letzten Montag um etwa 40 BP auf zuletzt 0,30% gestiegen. Unter technischen Gesichtspunkten habe der Bund-Future seinen Aufwärtsimpuls beendet. Zudem sei der Rebound zum überwundenen Dezember-Abwärtstrend, der heute bei 162,17 verlaufe, vollzogen worden. Kurse darunter und unterhalb der Tiefs 162,01/02 würden Potenzial bis zum Kontrakttief bei 161,50 eröffnen. Hinweise auf eine größere Erholung gebe es bislang nicht, denn Indikatoren wie DMI, MACD und Stochastik stünden auf Verkauf. (14.03.2022/alc/a/a)
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