Bonn (www.anleihencheck.de) - In den ersten drei Wochen des neuen Jahres gehörte der Russische Rubel (RUB) zu den mit Abstand schwächsten Währungen, so die Analysten von Postbank Research.
Die Spannungen zwischen Russland und der NATO hätten die gesunden Fundamentaldaten überschattet. Besonders die Sieben-Jahreshochs der Ölpreise und das weiterhin teure Erdgas hätten den Rubel eigentlich stützen müssen.
Die Inflation dürfte den Währungshütern weiterhin Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Im Dezember habe die Inflationsrate zwar bei 8,4 Prozent verharrt, die Kernrate sei jedoch von 8,7 auf 8,9 Prozent gestiegen. Die wöchentlichen Inflationsdaten würden auf anhaltenden Inflationsdruck hindeuten, weshalb die russische Notenbank im Februar den Leitzins von 8,50 weiter erhöhen könnte. Der Markt preise ähnlich wie die Postbank einen weiteren Zinsschritt um 50 Basispunkte in diesem Quartal ein.
Wenn die geopolitischen Spannungen nicht weiter eskalieren würden, würden die Analysten aufgrund der Zinsdifferenzen und der anhaltend hohen Öl- und Erdgaspreise über einen Zeitraum von sechs Monaten eine Aufwertung von 88,744 EUR/RUB (Stand 25.01.2022) auf 81,05 für wahrscheinlich halten. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2022) (28.01.2022/alc/a/a)
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