Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank steuert auf einen restriktiveren geldpolitischen Kurs zu, so die Analysten der Helaba.
Obwohl dies in großem Umfang eskomptiert sei, habe die Pressekonferenz von FED-Chef Powell im Anschluss an das gestrige FOMC-Meeting die Märkte unter Druck gesetzt. Powell habe sich optimistisch zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung gezeigt und eine rasche Gangart angedeutet, um der Inflationsgefahr entgegenzuwirken.
Der Euro habe die seit November bestehende Konsolidierungsformation nach unten verlassen. Nachdem der Kurs nachhaltig unter 1,1295 abgerutscht sei, sei das Tief bei 1,1184 ins Visier der Akteure gerückt. Eine Fortsetzung des Abwärtstrends, der im Mai 2021 etabliert worden sei, sei mithin ins Kalkül zu ziehen.
Der Staatsanleihemarkt habe sich belastet von der FED-Entscheidung gezeigt und so sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) unter die Marke von 170 gesunken. Indikatorenseitig sei das Bild zuletzt zwar freundlicher geworden, aber nicht unisono positiv zu werten. Vor allem ein fehlendes DMI-Signal sei zu bemängeln. Dieser stehe weiter auf Verkauf. Auch stimme skeptisch, dass es dem Future nicht gelungen sei, weder das 38,2%-Level noch nachhaltig die 21-Tagelinie zu überwinden. Ein neues Kontrakttief sollte nicht ausgeschlossen werden. (27.01.2022/alc/a/a)
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