Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Buy the rumor, sell the fact. So, scheint es, reagiert der Markt auf den Anstieg der Inflationsrate in den USA und die deutlichen Worte von FED-Chef Jerome Powell, wonach die Reduzierung des Anleiheportfolios der FED früher als beim letzten Zinszyklus zum Einsatz kommen würde, so die Analysten der Helaba.
Der Euro sei gestiegen und habe das erhöhte Niveau gegenüber dem US-Dollar gestern noch ausbauen können.
Auch am Rentenmarkt hätten die Worte des FED-Chefs und der neuerliche Anstieg der US-Inflation keinen belastenden Einfluss mehr gehabt, denn die Zinserhöhungserwartungen seien bereits weit gediehen und auch das Thema Bilanzverkürzung sei bei den Marktteilnehmern präsent. Wie beim Euro hätten die Kurse im Nachgang zulegen können. Angesichts der negativen Realverzinsung und Laufzeitprämien bei US-Treasuries bestehe aber weiterhin ein mittelfristiges Risiko, insbesondere im Umfeld der erhöhten Wachstums- und Inflationsraten.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich leicht erholt. Zudem könne auf der Habenseite verbucht werden, dass erstmals seit vier Tagen kein neues Tief markiert worden sei. Dennoch bleibe die Indikatorenlage negativ und das Kontrakttief (169,34) sollte nicht aus den Augen verloren werden, auch wenn die überverkaufte Marktlage zunächst eine fortgesetzte Erholung als möglich erscheinen lasse. (13.01.2022/alc/a/a)
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