Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Stimmung an den Finanzmärkten ist gut und die Risikobereitschaft erhöht, woraus der Euro bislang aber kaum Profit schlagen kann, so die Analysten der Helaba.
Dieser setze zum US-Dollar seine Konsolidierung unterhalb der 21-Tagelinie fort, die heute bei gut 1,13 USD verlaufe. Zwar sei der übergeordnete Abwärtsimpuls intakt, seit Mitte November pendele der Euro aber zwischen 1,12 und 1,14 USD. Ein im Vergleich zur Europäischen Zentralbank schnelleres Agieren der US-Notenbank sei in den derzeitigen Kursen eskomptiert und solange sich an dieser Sichtweise nichts ändere, gebe es keinen Grund für einen Ausbruch aus der aktuellen "Komfortzone".
Der DAX habe am Dienstag an seinen freundlichen Jahresauftakt anknüpfen und erneut im Plus schließen können und auch die Rentenmärkte hätten sich von der Schwäche der letzten Tage etwas erholt. Das Umfeld bleibe aber schwierig. Marktteilnehmer würden darauf spekulieren, dass die weltweite Konjunkturentwicklung von der Coronavirus-Variante Omikron kaum in Mitleidenschaft gezogen werde und die großen Notenbanken den geldpolitischen Expansionsgrad früher oder später zurückfahren würden.
Nachdem der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) vor gut zwei Wochen den November-Aufwärtstrend unterschritten habe, sei es zu massiven Verlusten gekommen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei seit dieser Zeit um annähernd 30 Basispunkte auf zuletzt -0,13% gestiegen. Das Ende Oktober 2021 erzielte Mehrjahreshoch bei -0,06% rücke in greifbare Nähe. Der Bund-Future habe alle wichtigen Unterstützungen unterschritten. Zwar sei nach den Verlusten eine vorübergehende Erholung möglich, dennoch scheine aus technischer Sicht ein Rückfall bis zum Kontrakttief bei 169,34 möglich. (05.01.2022/alc/a/a)
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