Den Haag (www.anleihencheck.de) - Chinas Wirtschaftswachstum war in den letzten Jahrzehnten beeindruckend, allerdings litt die Umwelt oft unter diesem Wachstum, so die Experten von NN Investment Partners (NN IP).
Das Land sei sich jedoch der Umweltbelastung zunehmend bewusst geworden und habe sich 2011 im 12. Fünfjahresplan verpflichtet, die CO2-Intensität seines Wachstums zu reduzieren. 2015 habe sich China schließlich das Ziel gesetzt, den Höhepunkt seiner CO2-Emissionen ungefähr 2030 zu erreichen. Das "Reich der Mitte" habe seine Klimaschutzziele für 2020 früher als geplant erreicht und neue, noch ehrgeizigere Ziele für 2030 und darüber hinaus angekündigt.
Die Dekarbonisierungsmaßnahmen hätten auch den chinesischen Markt für grüne Finanzierungen beflügelt. Der chinesische Green-Bonds-Markt sei einer der größten der Welt. Im November 2021 habe China 100,1 Mrd. US-Dollar an grünen Anleihen im Umlauf gehabt (Quelle: Bloomberg). Mehr als die Hälfte davon, nämlich 55,2 Mrd. US-Dollar, sei in diesem Jahr emittiert worden (Quelle: Bloomberg), was das schnelle Wachstum des Marktes verdeutliche. Derzeit sei die Investorenbasis überwiegend inländisch, aber China verbessere die Investierbarkeit für westliche Investoren. Eine Initiative sei die "Common Ground Taxonomy", bei der China und die EU gemeinsam ihre jeweiligen Taxonomien unter die Lupe genommen und die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Taxonomien herausgearbeitet hätten.
Joep Huntjens, Head of Asian Fixed Income bei NN Investment Partners, sage: "Chinas Dekarbonisierungserfolge der letzten zehn Jahre sind beeindruckend. Obwohl das Land nach wie vor der größte CO2-Emittent der Welt ist und einige vielleicht einwenden, es gehe nicht schnell genug voran, scheint China entschlossen zu sein, ein CO2-neutrales Land zu werden. Für uns als Investor ergeben sich Chancen aufgrund des Wachstums des Green-Bonds-Marktes und mehrerer neuer "grüner" Branchen." (06.12.2021/alc/a/a)
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