Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der US-Rentenmarkt präsentierte sich im Juli in einer ausgesprochen guten Verfassung, so die Experten von Union Investment.
Vor allem langlaufende Anleihen hätten Kursgewinne verbuchen können. Dies sei umso erstaunlicher gewesen, als dass die Rahmenbedingungen eigentlich für eine entgegengesetzte Entwicklung gesprochen hätten. Denn auch wenn die konjunkturelle Dynamik zuletzt etwas abnehme, würden die Experten aktuell noch immer hohe Zuwachsraten und Inflationsraten von mehr als fünf Prozent beobachten. Ungeachtet dessen hätten US-Staatsanleihen im Juli, gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index, 1,3 Prozent zugelegt. Zehnjährige US-Papiere hätten damit nur noch bei 1,22 Prozent rentiert. Zum Vergleich: Ende März habe die Rendite kurzzeitig sogar 1,75 Prozent betragen.
Auch Euro-Staatsanleihen hätten im Juli auf eine freundliche Entwicklung zurückblicken können. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei um 25 Basispunkte zurückgegangen und habe zum Monatsende minus 0,46 Prozent betragen. Mit Verweis auf die guten Wirtschaftsdaten und weiter anziehenden Inflationserwartungen sei dies auch hier durchaus bemerkenswert gewesen. Wie schon in den USA sei hierfür die Delta-Variante des Corona-Virus und die Notenbank verantwortlich gewesen. Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank hätten sich ebenfalls unbeeindruckt von den steigenden Inflationszahlen gezeigt und betont, an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten zu wollen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index hätten Euro-Staatsanleihen im Juli ein kräftiges Plus von 1,8 Prozent verbucht.
Europäische Unternehmensanleihen hätten ebenfalls freundlich tendiert und, gemessen am ICE BofA Euro Corporate-Index (ER00), einen Zuwachs von 1,2 Prozent verzeichnet. Fallende US-Renditen und stabile Rohstoffnotierungen hätten Anleihen aus den Schwellenländern (J.P. Morgan EMBI Global Div. Index) im Juli um 0,4 Prozent steigen lassen. (Ausgabe vom 12.08.2021) (16.08.2021/alc/a/a)
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