Wien (www.anleihencheck.de) - Der Blick auf die bevorstehende Woche zeigt ein vergleichsweise ruhiges Bild, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
In Europa stünden mit dem Sentix (heute) und der ZEW-Umfrage die ersten Stimmungsindikatoren für den Monat August bevor. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden einen Rückgang der Zukunftsaussichten und eine verbesserte Einschätzung der aktuellen Lage erwarten. In den USA sei es die Veröffentlichung der Verbraucherpreis-Inflation, welche die größte Aufmerksamkeit mit sich ziehen werde. Auch die Nachwehen des Arbeitsmarktberichtes seien an den Finanzmärkten spürbar.
Die US-Inflation am Mittwoch werde sicherlich mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachtet. Der Konsensus sehe die Verbraucherpreisinflation auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vormonat. Das bedeute 5,3% p.a. für die Gesamtrate (vs. 5,4% im Juni) und 4,3% p.a. für die Kernrate (vs. 4,5% im Juni). In den vergangenen Monaten habe die Inflationsdynamik jedoch stets über den Konsensus-Erwartungen gelegen und dies meist deutlich. Nicht nur Finanzanalysten, sondern auch die Notenbanker der Federal Reserve seien vom Ausmaß der Preisanstiege der letzten Monate überrascht worden. Nichtsdestotrotz halte man am Narrativ großteils vorübergehender Preisanstiege fest, da Basiseffekte, volatile Energiepreise, Kostendruck aufgrund von Lieferengpässen sowie Preissteigerungen in Sektoren, die von der Rückführung pandemiebedingter Einschränkungen profitieren würden, nicht für nachhaltigen Preisdruck sorgen müssten. Ob dies dennoch eintrete, werde einerseits von der Lohnentwicklung und andererseits von der Entwicklung der mittelfristigen Inflationsentwicklung abhängen, welche es in den nächsten Monaten genau zu beobachten gelte. Klar sei: Je länger die Inflationsdynamik erhöht bleibe, desto wahrscheinlicher werde es, dass auch diese mittelfristigen Inflationstreiber anspringen würden.
Benchmark-Renditen hätten sich von Inflationsüberraschungen in letzter Zeit recht unbeeindruckt gezeigt. US-Arbeitsmarktdaten hätten hingegen eine größere Strahlkraft. Nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts seien die Renditen merklich angestiegen und auch der US-Dollar habe Gewinne verzeichnen können. (09.08.2021/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de