Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am US-Rentenmarkt war im Mai eine deutliche Konsolidierung erkennbar, so die Experten von Union Investment.
Nach den ereignisreichen Vormonaten hätten US-Staatsanleihen zuletzt in einer vergleichsweise engen Handelsspanne seitwärts gehandelt. Gute Konjunkturdaten und die vor allem in der ersten Monatshälfte anziehenden Inflationserwartungen hätten eigentlich für weiter steigende Renditen gesprochen. Der US-Notenbank FED sei es aber gelungen, das Zinsniveau zu stabilisieren. Verschiedene FED-Mitglieder hätten sich zu Wort gemeldet und dabei immer wieder deutlich gemacht, dass es sich beim aktuell zu beobachtenden Inflationsanstieg wohl nur um eine temporäre Entwicklung handeln dürfte.
Größere Verspannungen habe es hingegen am kurzen Laufzeitende der Zinskurve gegeben. Ein hoher Anlagebedarf von US-Geldmarktfonds bei gleichzeitig hohen Fälligkeiten habe die unterjährigen Renditen nahe der Null-Prozent-Marke gehalten.
Gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im Mai einen leichten Zuwachs von 0,3 Prozent verzeichnet. Tendenziell dürfte der Renditeanstieg jedoch nur pausieren, sich aber nicht mehr mit der Dynamik der vergangenen Monate fortsetzen. (Ausgabe vom 11.06.2021) (14.06.2021/alc/a/a)
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