Hamburg (www.anleihencheck.de) - Nachdem das US-BIP in Q1 um 6,4% QoQ (annualisiert) gestiegen ist, sollte sich das Wachstum in Q2 und Q3 sogar noch beschleunigen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Denn die Corona-Maßnahmen würden nach und nach weiter gelockert. In den vorliegenden Zahlen sehe man bereits, dass davon der Dienstleistungssektor besonders stark profitiere. So sei der entsprechende PMI im Mai auf 70,1 Punkte gestiegen (ab 50 Punkte beginne der Expansionsbereich). Der ISM-Index habe im April hohe 62,7 Punkte erreicht.
Die Konjunkturindikatoren würden jedoch nicht durchgehend ein freundliches Bild zeigen. So habe der Beschäftigungszuwachs im April bei enttäuschenden 266.000 Personen gelegen, sodass weiterhin über 8 Millionen Menschen weniger beschäftigt seien als vor der Krise. Die Einzelhandelsumsätze seien von einem hohen Niveau aus gefallen und das Konsumentenvertrauen liege unter dem langfristigen Durchschnitt. Insgesamt deute jedoch alles auf ein sehr robustes Wirtschaftswachstum in diesem Jahr hin.
Die FED sehe sich in einer etwas schwierigen Lage: Denn die Inflation sei zuletzt auf 4,2% gestiegen und die PCE-Kernrate der Inflation schicke sich an, auf 2,5% zu steigen. FED-Präsident Jerome Powell lege jedoch nach Erachten der Analysten einen sehr hohen Wert auf eine Erholung am Arbeitsmarkt und die sei bislang noch sehr eingeschränkt. Gemäß FED-Sicht sei die Inflation transitorisch. Daher werde sie bis auf Weiteres die Ankäufe von Anleihen und den Leitzins unverändert lassen. Ein Tapering dürfte Mitte nächsten Jahres zu erwarten sein, eine erste Leitzinserhöhung nicht vor 2023. (Ausgabe vom 01.06.2021) (02.06.2021/alc/a/a)
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