Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten prägten in der Berichtswoche Kursverluste das Geschehen, so die Experten von Union Investment.
Deutsche Bundesanleihen hätten am Donnerstag mit minus zehn Basispunkten ein Zweijahreshoch erzielt. Der Inflationsschock aus den USA habe am deutschen Markt seine Spuren hinterlassen. Die deutsche Zinskurve habe im Laufzeitbereich von bis zu zehn Jahren etwas steiler tendiert und sich von da ab um gut zehn Basispunkte nach oben verschoben. 30-jährige Papiere lägen mit einer Rendite von 0,42 Prozent mittlerweile wieder nennenswert im Plus.
Am US-Markt sei die Reaktion verhaltener gewesen, denn dort seien die Renditen in jüngster Vergangenheit aber auch schon stark gestiegen. Das Interesse an US-Treasuries habe zuletzt auch wieder merklich zugenommen, wie auch die jüngste Auktion zehnjähriger Papiere gezeigt habe. Die ebenfalls neu emittierten Papiere mit 30 Jahren Laufzeit seien hingegen weniger gefragt gewesen. Die Zehnjahresrendite sei in der Berichtswoche in Richtung 1,7 Prozent gestiegen, habe Freitagmittag mit 1,64 Prozent aber wieder darunter gelegen. Dennoch habe es auch am US-Markt auf Wochensicht Verluste gegeben.
Die Reaktion an den Staatsanleihemärkten habe auch im Bereich der Euro-Unternehmenspapieren und der Anleihen aus den Schwellenländern für leicht negative Reaktionen gesorgt. Die Risikoprämien seien wieder etwas angestiegen. (Ausgabe vom 14.05.2021) (17.05.2021/alc/a/a)
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