Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach den Osterfeiertagen setzte bei den Euro-Staatsanleihen eine umfangreiche Neuemissionstätigkeit ein, so die Experten von Union Investment.
Italien habe einen Langläufer mit Fälligkeit in 50 Jahren im Gegenwert von fünf Milliarden Euro emittiert und gleichzeitig ein Papier mit sieben Jahren Laufzeit (sieben Milliarden Euro Umfang) aufgestockt. Beide Anleihen hätten einen regelrechten Ansturm durch die Anleger erlebt, die Orderbücher hätten bei Schließung eine Nachfrage von insgesamt 130 Milliarden Euro umfasst. Die gute Stimmung am Markt sei auch den neuen Papieren aus Portugal zugute gekommen, welches einen Zehnjahresbond emittiert habe. Die vier Milliarden Euro schwere Anleihe sei mit einer Nachfrage über 30 Milliarden Euro ebenfalls deutlich überzeichnet gewesen.
In der Euro-Peripherie habe sich im Vergleich zum Vorwochenschluss ein leichter Renditeanstieg gezeigt, der wohl den - wenngleich auch gut platzierten - umfangreichen Neuemissionen geschuldet gewesen sei. Die Renditen in Italien, Portugal und Spanien hätten sich aber nur jeweils um wenige Basispunkte erhöht. Der iBoxx - Sovereigns-Index habe leicht im Minus gelegen.
Euro-Unternehmenspapiere und EM-Anleihen hätten leicht ins Plus tendiert, die Risikoaufschläge in beiden Märkten seien rückläufig gewesen. Vor allem EM-Titel hätten von der Entspannung am US-Staatsanleihemarkt ein wenig profitieren können. (Ausgabe vom 09.04.2021) (12.04.2021/alc/a/a)
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