Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Schatzanweisungen standen im Februar unter Abgabedruck, so die Experten von Union Investment.
Der im August letzten Jahres begonnene Trend zu höheren Renditen habe sich im Februar mit hoher Dynamik fortgesetzt und seinen Höhepunkt in einem starken Abverkauf kurz vor dem Monatsende gefunden. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die Ende Januar noch bei 1,07 Prozent gelegen habe, sei zum Monatsende kurzzeitig auf mehr als 1,6 Prozent geklettert. Schlussendlich sei ein Anstieg auf 1,41 Prozent verblieben. Als belastend hätten sich vor allem die Pläne für ein weiteres umfangreiches Konjunkturpaket der Biden-Regierung in Höhe von bis zu 1,9 Billionen US−Dollar erwiesen.
Der Renditeanstieg habe die Notenbank auf den Plan gerufen. Der Vorsitzende der Federal Reserve (FED) Jerome Powell habe daher in seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats nochmal die lockere Geldpolitik der Notenbank bestätigt. Am Null-Zins und den monatlichen Anleiheankäufen in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar werde weiter festgehalten. Wichtig für die Anleger sei die Bestätigung gewesen, dass die FED eine Abkehr von ihrer derzeitigen Geldpolitik mit einem entsprechenden Vorlauf zeitlichen kommunizieren werde. Eine Rückführung der Anleihekäufe (Tapering) sei vorerst nicht geplant, zumal die FED mit Sorge auf den US-Arbeitsmarkt blicke. Zuerst müssten noch Millionen von Arbeitskräften wieder integriert werden.
Gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im Januar 2,3 Prozent an Wert verloren. Der Trend zu leicht steigenden Renditen sollte, wenn auch mit geringerer Dynamik, weiter anhalten. (Ausgabe vom 12.03.2021) (16.03.2021/alc/a/a)
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