Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Markt für US-Schatzanweisungen und deutsche Bundesanleihen kam es am Donnerstag zu einem Ausverkauf, so die Experten von Union Investment.
Ungeachtet marktfreundlicher Notenbankkommentare seien die Anleihenotierungen - Stichwort Inflation - weiter unter Druck geraten. Der hieraus resultierende Renditeanstieg habe am US-Staatsanleihemarkt bei den Zehnjahrespapieren bis auf 1,55 Prozent geführt. Am Donnerstag sei vor allem der mittlere Laufzeitbereich unter Druck geraten, sodass sich die US-Zinskurve im Wochenvergleich eher parallel nach oben verschoben habe denn steiler geworden sei.
Mit Blick auf die Peripherie habe auch dort der Renditeanstieg nicht halt gemacht. Griechische Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit hätten wieder mit etwas mehr als einem Prozent rentiert. Laufzeitgleiche italienische Bonds hätten bei 0,8 Prozent gelegen. Der Spread zu deutschen Bundesanleihen habe sich vom Tiefstand bei 90 Basispunkten Mitte Februar wieder auf 104 Basispunkte ausgeweitet. Der Gesamtmarkt (iBoxx Euro Sovereigns) habe bis Donnerstagabend 0,8 Prozent verloren. Trotz einer leichten Erholung am Freitag sei die Wochenbewegung negativ. Deutliche Renditeanstiege seien zudem in Großbritannien und vor allem in Australien zu beobachten gewesen. Die Zehnjahresrendite australischer Staatspapiere sei in der Berichtswoche von 1,43 auf 1,9 Prozent gesprungen.
Euro-Unternehmensanleihen hätten bis Donnerstagabend durch die Zinsbelastung etwas leichter tendiert, die Risikoprämien hätten sich hingegen relativ stabil gehalten. Dies habe auch für Schwellenländer-Anleihen in US-Dollar und Euro zugetroffen.
Der Euro habe zum US-Dollar zunächst deutlich aufgewertet (1,2243 US-Dollar je Euro), aber am Donnerstag und Freitag die Aufwertungsgewinne wieder nahezu komplett abgegeben. (Ausgabe vom 26.02.2021) (01.03.2021/alc/a/a)
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