Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Schatzanweisungen gerieten zu Monatsbeginn unter Abgabedruck, so die Experten von Union Investment.
Der überraschende Sieg der demokratischen Partei bei der Stichwahl in Georgia habe dem neuen US-Präsidenten Joe Biden die ersehnte Mehrheit im US-Senat gebracht. Damit sei die Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Konjunkturpaket hoch. Im Gespräch seien anfänglich knapp zwei Billionen US-Dollar gewesen. Damit das Paket auch innerhalb der eigenen Partei mehrheitsfähig sei, dürften noch einige Ausgabepläne auf Eis gelegt werden. Der Stimulus für die US-Wirtschaft sollte dennoch enorm ausfallen.
Darüber hinaus seien die Überlegungen im US-Finanzministerium weiter gegangen, ob demnächst auch eine 50-jährige US-Staatsanleihe emittiert werden sollte. Die Überlegungen seien nicht ganz neu, doch angesichts der niedrigen Zinsen, der sich abzeichnenden höheren Verschuldung und der guten Nachfrage nach solchen Papieren in anderen Ländern könnte dieses Vorhaben demnächst Gestalt annehmen.
Rückläufige Infektionszahlen mit dem Corona-Virus, leicht steigende Inflationsraten und ein im internationalen Vergleich guter Impffortschritt hätten die Renditen zum Monatsende dann noch einmal etwas anziehen lassen. Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im Januar 1,1 Prozent an Wert verloren. Seit August habe sich ein Trend zu leicht steigenden Renditen ausgebildet, der vorerst weiter anhalten dürfte. (Ausgabe vom 15.02.2021) (16.02.2021/alc/a/a)
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