Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die DZ BANK AG teilte letzte Woche mit, dass sie alle noch ausstehenden Tier 1 Emissionen, die die DZ BANK über Zweckgesellschaften aufgelegt hat, ordentlich kündigt und zurückzahlt, so die ARAMEA Asset Management AG in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:
Insgesamt handelt es sich um 8 Papiere mit einem Volumen von 1.410,3 Millionen Euro. Hintergrund der Kündigung sind die neuen Regeln nach Basel III, die dazu führen, dass Tier 1 Emissionen alten Formates Ihre Anrechenbarkeit auf das Eigenkapital verlieren. Um dies auszugleichen hatte die DZ BANK in den letzten Jahren bereits zahlreiche neue Papiere im gesamten Volumen von 2,15 Milliarden Euro emittiert.
"Wir haben uns vor allem im vierten Quartal letzten Jahres verstärkt in diesen Anleihen positioniert, bei denen wir eine hohe Kündigungswahrscheinlichkeit sehen. Klassisches Nachrangrisiko erscheint z.T. bereits sportlich bewertet", ergänzt Co-Fondsmanager Andreas Meyer. Neben der durch Kündigungen in der Regel erfolgenden Kurssprünge sei auch interessant, dass die zu vereinnahmenden Renditen unabhängig vom sonstigen Marktgeschehen seien. Zwischen Mitte Februar bis Mitte Mai wird der mittlerweile über eine Milliarde schwere Fonds ARAMEA Rendite Plus und die 400 Mio. EUR große nachhaltige Variante nun die Rückzahlungen erhalten. An Ideen, was man mit dem frei werdenden Kapital machen kann, mangelt es nicht.
"US-Banken sind nach wie vor interessant bewertet, selbst unter Berücksichtigung der Währungsabsicherungskosten - zumal sie aktuell eine höhere Kreditqualität aufweisen als europäische Titel," beschreibt Meyer die Marschrichtung. "Die Regulatorik wird uns auch in Zukunft nicht in Ruhe lassen, was wir hier zu Gunsten unserer Investoren ausnutzen können". Weiteres Ziel sei es sich zunehmend in Versicherungspapiern zu engagieren, da hier die regulatorischen Veränderungen durch Solvency II erst 2026 in Kraft treten und es dort im Vorfeld auch zur Kündigung von Papieren alten Formates kommen sollte. (20.01.2021/alc/n/a)
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