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14.12.20 12:45
Aktienanleihe Classic 22,7% 2021/12 auf Delivery Hero: Beeindruckendes Wachstum - Anleiheanalyse

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Delivery Hero (ISIN DE000A2E4K43 / WKN A2E4K4) eine Aktienanleihe Classic 22,7% 2021/12 (ISIN DE000DFX8NF6 / WKN DFX8NF) mit dem Basiswert Delivery Hero vor.

Seit dem 24. August sei die Aktie der Berliner Firma im DAX enthalten. Sie habe in den vergangenen beiden Jahren einen ordentlichen Lauf gehabt, wodurch die Marktkapitalisierung deutlich zugenommen habe. Das sei das Hauptkriterium für die Aufnahme in den Leitindex. Das große Marktinteresse komme nicht von ungefähr. Delivery Hero gehöre zu den Werten, die mit besonders starken Wachstumsraten aufwarten würden. Ein Knackpunkt sei jedoch die Profitabilität. Bislang schreibe die Gesellschaft operativ Verluste. Die Wachstumsstrategie habe erst einmal Vorrang - das koste. Darin sehen wir zwar langfristig Chancen und letztlich auch gute Gewinnperspektiven, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Aufgrund des hohen Kapitalverzehrs gehe diese Taktik aber auch mit den entsprechenden Risiken einher.

Marcus Landau von der DZ BANK erwarte jedoch eine deutliche Konsolidierung des Sektors und sehe Delivery Hero als einen von wenigen Anbietern, die daraus gestärkt hervorgehen würden. Schon jetzt habe das Unternehmen eine starke Position. Es sei der weltweit führende lokale Lieferdienst für Essen aus der Gastronomie. Zudem werde das Angebot kontinuierlich erweitert. Dazu gehöre das so genannte Q-Commerce (Quick Commerce) als nächste Generation des E-Commerce. Hier würden Lebensmittel und Haushaltsprodukte in weniger als 60 Minuten zum Kunden geliefert. Mittlerweile würden die Dienste von Delivery Hero in 49 Ländern angeboten. Im Heimatmarkt Deutschland sei man nach dem Verkauf der Aktivitäten im Jahr 2019 an den Konkurrenten Takeaway.com nicht mehr selbst aktiv. Im Zuge des Deals habe man sich aber an Takeaway.com (aktuell: 10%) beteiligt.

Das Unternehmen zeigt unseres Erachtens eine beeindruckende Expansion bei den eigenen Aktivitäten, so Marcus Landau von der DZ BANK. Kernkomponente seien strategische Zukäufe. Damit werde die Position als weltweit führende lokale Lieferplattform kontinuierlich ausgebaut und damit die Marktmacht gesteigert. Auch im dritten Quartal 2020 sei dieser Kurs fortgesetzt worden. Delivery Hero sei mit der eigenen Marke Foodpanda (mobiler Marktplatz für Lebensmittellieferungen) in den japanischen Markt eingestiegen. Außerdem habe man mit der Firma InstaShop eine der größten Online-Lebensmittelplattformen im Nahen Osten und Nordafrika gekauft. In Lateinamerika habe man sich zudem mit dem Kauf der dortigen Aktivitäten des Wettbewerbers Glovo verstärkt.

Der strategische Expansionskurs schlage sich zunehmend in den operativen Kennzahlen nieder. Im dritten Quartal hätten sich die Bestellungen zum Vorjahr auf den Rekordwert von 362 Millionen verdoppelt. Das über die eigenen Dienstleistungen abgelieferte Geschäftsvolumen habe sich um 70% auf 3,4 Mrd. Euro erhöht. Daraus habe Delivery Hero einen eigenen Umsatz von 776 Mio. Euro (+99%) ziehen können. Die Berliner würden Restaurants und Geschäften Logistik und Technologie zur Verfügung stellen, um Online-Kunden zu erreichen, und würden im Gegenzug Gebühren und Provisionen erhalten.

Wir gehen davon aus, dass sich mit einer steigenden Marktposition die Bestellfrequenz erhöht und damit die Auslastung der Logistik zunimmt, so Marcus Landau von der DZ BANK weiter. Aus diesen positiven Skaleneffekten dürften längerfristig Margensteigerungen realisiert werden, was die Grundlage wäre, das Geschäftsmodell nachhaltig profitabel zu gestalten. Auf dem Weg dahin würden sich die Anleger aber noch etwas gedulden müssen. Das sei ein Risiko. Zugleich seien aufgrund der inzwischen erreichten Marktstellung von Delivery Hero regulatorische, insbesondere kartellrechtliche Hindernisse wie zuletzt in Südkorea möglich. Das könnte die Expansionsbemühungen bremsen. Zur Finanzierung von weiteren Zukäufen könnte es zudem weitere Kapitalerhöhungen und damit einen Verwässerungseffekt geben.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Delivery Hero SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 24.12.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 100,00 Euro und einer Zinszahlung von 22,70% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 24.12.2021, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Delivery Hero SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 4,35 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Delivery Hero SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Delivery Hero SE an der Börse XETRA Frankfurt am 17.12.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 100,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (10,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Delivery Hero SE. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen.

Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Delivery Hero SE am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 11.12.2020) (14.12.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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