Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Entgegengesetzt zum Handel an den Aktienbörsen gestaltete sich die Entwicklung an den Staatsanleihemärkten, so die Experten von Union Investment.
Zum Wochenauftakt sei es dort zunächst zu einem deutlichen Renditeanstieg gekommen. Die Zehnjahresrendite deutscher Bundesanleihen und auch der US-Schatzanweisungen mit zehn Jahren Laufzeit seien anfänglich um bis zu 15 Basispunkte angestiegen. Auch in den europäischen Peripheriemärkten sei aufgrund der rückläufigen Anleihenotierungen eine höhere Verzinsung zu erzielen gewesen. Im weiteren Wochenverlauf hätten die Verluste dann aber im Rahmen der Konsolidierung an den Aktienmärkten wieder etwas aufgeholt werden können.
Die Europäische Zentralbank (EZB) stehe nach eigenen Angaben weiter parat, um vor dem Hintergrund der Corona-Folgen marktunterstützend einzugreifen. Eine Erhöhung bzw. Verlängerung des Kaufprogramms PEPP sowie Maßnahmen im Bankensektor wie etwa fortgesetzt großzügige Langfristtender (TLTRO) sollten einer Stellungnahme von EZB-Präsidentin Lagarde zufolge die dabei weiterhin präferierten geldpolitischen Werkzeuge der Zentralbank sein.
Bei den Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmensanleihen und EM-Rentenpapieren sei ebenfalls eine freundliche Entwicklung zu beobachten gewesen. Die zuvor teils starke Neuemissionstätigkeit habe nachgelassen und somit etwas Last von den Sekundärmarkten genommen. Die Entwicklung der Risikoaufschläge sei abwärtsgerichtet gewesen. Bei Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade habe die Spreadeinengung im Gesamtmarkt bis Donnerstagabend bei sieben Basispunkten gelegen. Bei den EM-Titeln hätten die Aufschläge mit zuletzt 380 Basispunkten weiter unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 400 Basispunkten tendiert. (Ausgabe vom 13.11.2020) (16.11.2020/alc/a/a)
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