Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Oktober setzte sich der Aufschwung am Markt für Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade moderat fort, so die Experten von Union Investment.
Auf Indexebene (ICE BofA Euro-Corp.-Index, ER00) seien weitere Zugewinne in Höhe von 0,8 Prozent zu beobachten gewesen. Die weltweit starke Zunahme der Corona-Infektionen sei zunächst am Markt ausgeblendet worden. Angesichts der Entwicklung habe die dann zum Monatsende hin zunehmende Unsicherheit zu - nach einem zunächst rückläufigen Trend - wieder ansteigenden Risikoprämien (Asset Swap Spreads) geführt. Dennoch hätten sich diese per Saldo im Oktober um sieben auf 87 Basispunkte eingeengt.
Mit Blick auf die Untersektoren des ICE BofA Euro-Corp.-Index hätten vor allem Unternehmensanleihen aus dem Industriesektor freundlich tendiert (plus 1,0 Prozent), was auch für die Spreadentwicklung gegolten habe. Die höherverzinslichen Bereiche wie etwa Nachrang- bzw. Hybridanleihen sowie High Yield-Papiere seien in der Wertenwicklung hinter dem Investment Grade-Bereich zurückgeblieben. Dort habe es zumeist zwar leichte Zugewinne gegeben, die Spreads hätten sich allerdings im Vergleich zu Ende September geringfügig ausgeweitet. Insbesondere im High Yield-Sektor hätten die Prämien im Monatsverlauf deutlich gedreht und seien wieder angestiegen.
Am US-Unternehmensanleihemarkt sei auf US-Dollar-Basis (ICE BofA US-Large Caps-Index, C0AL) ein leichtes Minus (0,1 Prozent) zu verzeichnen gewesen. Allerdings hätten sich dort die Risikoaufschläge um zehn auf 141 Basispunkte einengen können. (Ausgabe vom 09.11.2020) (10.11.2020/alc/a/a)
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