Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen handelten im September in engen Bandbreiten seitwärts, so die Experten von Union Investment.
Die Renditeveränderungen gegenüber dem Vormonat seien über alle Laufzeiten hinweg nur marginal gewesen. Anleger hätten letztlich den Kupon verdienen können, was sich, gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index in einem Plus von 0,2 Prozent bemerkbar gemacht habe. Die geringe Volatilität lasse vermuten, dass es an wichtigen Themen gemangelt habe. Dem sei aber nicht so. Gute Konjunkturdaten hätten eigentlich die Kurse belasten müssen, hätte es da nicht noch die US-Notenbank und den US-Wahlkampf gegeben.
Darüber hinaus sei von der US-Notenbank eine gewisse Enttäuschung ausgegangen. Die Währungshüter hätten sich zwar auf ein neues Inflationsziel verständigt, das nun auch höhere Teuerungsraten als zwei Prozent zulasse. Viele Marktteilnehmer hätten jedoch damit gerechnet, dass konkrete Sofortmaßnahmen in Form neuerlicher Ankaufprogramme gestartet würden. Angesichts der zuletzt aber guten Entwicklung der US-Wirtschaft dürften sich die Notenbanker jedoch noch etwas Pulver trocken halten wollen.
Die kommenden Wochen dürften angesichts der heißen Wahlkampfphase und der wieder steigenden Corona-Infektionen volatil werden. (Ausgabe vom 09.10.2020) (12.10.2020/alc/a/a)
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