Bonn (www.anleihencheck.de) - Die britischen Währungshüter haben auf ihrer September-Sitzung einstimmig beschlossen, am aktuellen geldpolitischen Kurs festzuhalten, so die Analysten von Postbank Research.
Zwar habe die Bank of England (BoE) auch den Hinweis auf Abwärtsrisiken für das BIP aus ihrem Statement gestrichen, dennoch betone sie immer noch die ökonomischen Risiken, die von einem Wiederanstieg der Coronavirus-Infektionen sowie dem nahenden Ende der Brexit-Übergangsphase ausgehen würden.
Zwar werde an den internationalen Finanzmärkten zunehmend ein negativer Leitzins für Großbritannien eingepreist, allerdings sei als nächste geldpolitische Maßnahme vor allem eine Ausweitung der Anleihekäufe wahrscheinlich, um die Rekordemissionen an britischen Staatsanleihen im Zuge der Corona-Pandemie aufzufangen. Die britische Regierung rechne dieses Jahr mit Emissionen im Wert von 544 Milliarden Pfund.
Trotz der Zentralbankkäufe dürften die Rekordemissionen Aufwärtsdruck auf die Renditen ausüben. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen (0,29 Prozent; Stand: 06.10.2020) dürfte in sechs Monaten auf 0,53 Prozent steigen. (Ausgabe Oktober 2020) (08.10.2020/alc/a/a)
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