Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Einkaufsmanagerindex der Industrie in Polen sank im August von seinem Zweijahreshoch im Juli von 52,8 Punkten auf 50,6 Punkte, so die Analysten von Postbank Research.
Damit signalisiere der Index dennoch ein Wachstum von rund drei Prozent. Die Inflationsrate habe im August leicht nachgegeben. Die Teuerungsrate sei von 3,0 Prozent im Juni auf nun 2,9 Prozent gesunken. Vor allem die Preise von Nahrungsmittel hätten im Berichtsmonat weiter nachgegeben, während sich die Preise für Energie und Benzin unverändert gezeigt hätten.
Die polnische Notenbank habe den Leitzins unverändert belassen. Zwar scheine es, dass sich das Wachstum schneller erhole, als von der Zentralbank noch im Juni geschätzt worden sei. Risiken einer zweiten Infektionswelle des Virus würden aber weiterhin bestehen bleiben.
Weitere Sorgen bereite die robuste Entwicklung des Polnischen Zloty (PLN). Aufgrund der ebenfalls expansiven Geldpolitik der EZB habe der Polnische Zloty nur verhalten an Wert gegenüber dem Euro eingebüßt.
Die Postbank erwarte in den kommenden sechs Monaten, dass der Wechselkurs des Polnischen Zloty von heute 4,48 EUR/PLN (Stand: 21.09.2020) leicht auf 4,40 aufwerte. (Ausgabe Oktober 2020) (23.09.2020/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de