Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die erste Augusthälfte war nahezu ereignislos, so die Experten von Union Investment im Kommentar zu den weltweiten Rentenmärkten.
Viele Marktteilnehmer hätten sich noch im Sommerurlaub befunden und es habe zudem an marktbewegenden Neuigkeiten gemangelt, in der zweiten Monatshälfte habe sich der Handel dann spürbar belebt. Einige Konjunkturdaten seien besser als erwartet ausgefallen. Zudem habe es ermutigende Nachrichten zum Corona-Virus gegeben.
Am Euro-Rentenmarkt habe sich ein ganz ähnliches Bild gezeichnet. Auch hier habe anfangs Flaute geherrscht. Mit dem Beschluss der US-Notenbank und einigen Neuemissionen habe sich der Markt dann wieder belebt. Wenngleich viele Staaten in diesem Jahr bereits eine Vielzahl an neuen Anleihen platziert hätten, so müssten die umfangreichen Fiskalmaßnahmen dennoch weiter finanziert werden. Kernanleihen aus dem Euroraum hätten im August rund ein Prozent an Wert eingebüßt. Papiere aus den Peripherieländern hätten sich etwas besser gehalten, aber dennoch 0,4 Prozent an Wert verloren. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index habe dies für europäische Staatsanleihen im August ein Minus von 0,8 Prozent bedeutet.
Europäische Unternehmensanleihen hätten leicht freundlich tendiert und auf Indexebene (ICE BofA Euro-Corp.-Index, ER00) ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent verzeichnet. Die Suche nach Rendite und ein schwacher US-Dollar hätten bei Anleihen aus den Schwellenländern (J.P. Morgan EMBI Global Div. Index) für einen Zuwachs von 0,5 Prozent gesorgt. (Ausgabe vom 08.09.2020) (10.09.2020/alc/a/a)
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