Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zinsstrukturkurven in den USA und in Deutschland tendierten in der Berichtswoche über die langen Laufzeiten etwas steiler, so die Experten von Union Investment.
Nach den deutlichen Renditerückgängen in den Vorwochen, bei denen die zehnjährigen US-Treasuries mit rund 0,5 Prozent auf einen Rekord-Tiefstand gefallen seien, hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. Somit sei die Renditebewegung in der Berichtswoche aufwärtsgerichtet gewesen. Eine richtige Erklärung für die schwachen Bondmärkte habe es aber nicht gegeben. Auch die zahlreichen Staatsanleihe-Auktionen, die in der Berichtswoche sowohl im Euroraum als auch in den USA durchgeführt worden seien, seien als Grund für die Marktschwäche nicht infrage gekommen. Denn die Papiere hätten, mit Ausnahme langlaufender US-Treasuries, erfolgreich bei den Anlegern platziert werden können.
Unternehmensanleihen sowie in Euro und US-Dollar begebene Staatstitel aus den Schwellenländern hätten in der Berichtswoche stabil bis leicht freundlich notiert. Das US-Unternehmen Apple sei am Donnerstag mit einigen Bonds, darunter auch Laufzeiten von 30 und 40 Jahren, an den Markt getreten. Die Erlöse sollten für den Rückkauf eigener Aktien verwendet werden.
Der Euro/Dollarhandel habe in der Berichtswoche im Bereich von 1,17 bis 1,18 US-Dollar je Euro auf hohem Niveau konsolidiert. Der Goldpreis habe kräftig korrigiert und sei nach dem Top-Stand bei 2075 US-Dollar je Unze in der Vorwoche zwischenzeitlich bis auf 1.850 Dollar zurückgefallen. Mit 1.950 US-Dollar liege das Edelmetall am Freitagmittag auf Wochensicht weiter im Minus. (Ausgabe vom 14.08.2020) (17.08.2020/alc/a/a)
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