Genf (www.anleihencheck.de) - Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken weltweit wird durch eine Kombination aus dem Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen fortgesetzt, so Yannik Zufferey, CIO Fixed Income bei Lombard Odier Investment Managers.
Denkbar sei auch, dass sich die EZB der FED anschließe, und künftig Hochzinsunternehmensanleihen in ihr Kaufprogramm aufnehme (Fallen Angels: Anleihen, die von Investment Grade auf High Yield herabgestuft worden seien).
Im zweiten Quartal von 2020 hätten die Experten große Zuflüsse in liquide, indexnahe ETFs gesehen, was zu einer willkürlichen Rally in vielen Anlageklassen geführt habe. Daher seien die Experten der Ansicht, dass ein aktives Management und eine rigorose Bottom-up-Analyse entscheidend seien, um in diesem unübersichtlichen Umfeld erfolgreich zu sein.
Die Experten würden glauben, dass viele Relative-Value-Chancen vorhanden seien, da die Schwierigkeiten der am stärksten von der Krise betroffenen Unternehmen bei den kommenden Veröffentlichungen der Geschäftszahlen in den Vordergrund rücken würden. Die Experten würden glauben, dass ihre Strategien im Crossover-Segment - Anleihen mit einem Rating von BBB bis BB - besonders gut positioniert seien. Das liege an fiskal- und geldpolitischen Anreizen, die in den kommenden Quartalen in Kraft bleiben sollten, sowie an den strukturellen Vorteilen wie dem Rekordniveau an Fallen Angels. (06.08.2020/alc/a/a)
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