Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In einem zinsseitig nahezu unveränderten Umfeld - deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit tendierten mit minus 45 Basispunkten seitwärts - setzte sich die freundliche Stimmung am europäischen Unternehmensanleihemarkt fort, so die Experten von Union Investment.
Auf Indexebene (ICE BofA Euro-Corp.-Index, ER00) sei der Markt für Investment Grade-Papiere mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Berichtsmonat gegangen. Die Aufwärtsbewegung sei im Wesentlichen in der ersten Juniwoche erfolgt. Danach sei das Marktgeschehen von einer Seitwärtsbewegung geprägt gewesen, die Volatilität sei deutlich zurückgegangen. In der ersten Handelswoche habe die starke Nachfrage am Gesamtmarkt zu deutlich rückläufigen Spreads geführt, die sich von 135 auf 103 Basispunkte vermindert hätten. Die Unsicherheit über die Corona-Ausbreitung in den USA und anderen Ländern habe die Risikoaufschläge zum Monatsende hin dann wieder etwas anziehen lassen. Letztlich sei eine Reduzierung um 13 auf 122 Basispunkte verblieben.
Die Untersektoren wie etwa hochverzinsliche Papiere (High Yield) oder Nachrangpapiere hätten ebenfalls auf Indexebene bis zu 1,2 Prozent zugelegt. Auch seien dort durchweg rückläufige Risikoaufschläge zu beobachten gewesen.
Am US-Unternehmensanleihemarkt (ICE BofA US-Large Corp.-Index, C0AL) hätten entsprechende Papiere auf US-Dollarbasis knapp zwei Prozent hinzugewonnen. Die US-Notenbank FED kaufe seit Juni neben Corporate-ETFs nun auch direkt Unternehmenspapiere an, was deutlich unterstützt habe. Die Spreads hätten sich am US-Markt um 25 auf 174 Basispunkte eingeengt. (Ausgabe vom 08.07.2020) (09.07.2020/alc/a/a)
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