Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen handelten im Mai in vergleichsweise engen Bahnen seitwärts, so die Experten von Union Investment.
Die täglichen Kursausschläge seien gering gewesen. An kursbewegenden Themen habe es nicht gemangelt, jedoch hätten sich die Einflussfaktoren letztlich die Waage gehalten. Zur engen Handelsspanne dürfte auch die US-Notenbank mit ihren Ankäufen einen wichtigen Teil dazu beigetragen haben. Im Vergleich zum Vormonat sei die Rendite zehnjähriger US-Schatzanweisungen lediglich um einen Basispunkt auf 0,65 Prozent angestiegen.
Auch auf der politischen Seite sei es durchaus unruhig geblieben. Im Handelsstreit zwischen China und den USA sei die Gangart abermals verschärft worden. China wolle den halbautonomen Status von Hongkong durch ein neues Sicherheitsgesetz einschränken, was bei den Amerikanern auf wenig Gegenliebe gestoßen sei. Die USA hingegen möchten keine als sicherheitskritisch definierten Halbleiterprodukte mehr an einen bedeutenden chinesischen Smartphone-Hersteller (Huawei) liefern. Auch innenpolitisch habe Donald Trump die Zügel angezogen, nachdem es landesweit zu einer Protestwelle gegen Polizeigewalt gekommen sei.
Auf Indexebene (J.P. Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Mai letztlich 0,3 Prozent an Wert verloren. (Ausgabe vom 12.06.2020) (16.06.2020/alc/a/a)
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