Frankfurt (www.anleihencheck.de) - "Wir haben unsere Positionen in den Sektoren Technologie, Versorger, Getränke und Basiskonsumgüter aufgestockt. Innerhalb des Bankensektors haben wir umgeschichtet, um diejenigen Institute in Ländern mit einer soliden Haushaltslage höher zu gewichten", schreibt Christopher Hult, Anleihen-Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar.
Die Beurteilung des technischen Hintergrunds habe Columbia Threadneedle angesichts der Corona-Krise auf "vorteilhaft" heraufgestuft. "Die Zentralbanken versorgen das Finanzsystem mit ihren Kreditfazilitäten mit nahezu unbegrenzter Liquidität", schreibe Hult. "Gleichzeitig wurden beispiellose Konjunkturpakete für Unternehmen und Privathaushalte geschnürt, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern und dafür zu sorgen, dass sich die Wirtschaft vom Schock dieser Pandemie erholen kann."
Die Fundamentaldaten der Unternehmen, die Columbia Threadneedle bereits zu Jahresbeginn negativ eingeschätzt habe, sehe die Fondsgesellschaft nun noch ungünstiger. Die Zentralbanken und die Regierungen hätten die Wirtschaft während der Shutdown-Phase in beispielloser Weise mit Liquidität unterstützt. "Da die Unterstützung aber in Form von Krediten geleistet wurde, sind die meisten Unternehmen in einer Zeit, in der ihre Umsätze weggebrochen sind, nun noch stärker verschuldet als vorher", schreibe Hult. Die Qualität der Unternehmensbilanzen werde "massiv leiden".
Es könne durchaus sein, dass sich die Managementteams nach der Corona-Krise darauf konzentrieren würden, die Schulden abzubauen. Hult: "Vorerst werden wir aber unser Engagement weiterhin in eher defensiven Sektoren verstärken, verfolgen eine Übergewichtung des Kreditrisikos, stufen die Bewertungen aber nicht als so günstig ein, dass ein vollständiger Einsatz des Risikobudgets gerechtfertigt wäre." (15.06.2020/alc/a/a)
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