Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Robin Freytag, Bondhändler bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von BMW (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) eine 1,30% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung (ISIN DE000DD5ARZ1 / WKN DD5ARZ) mit dem Basiswert BMW vor.
2020 dürfte ein Jahr sein, das die meisten Autobauer schnell vergessen möchten. Umso wichtiger sei es jetzt, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben alternativen Antrieben setze BMW auch auf eine eigenentwickelte Softwareplattform.
Früher hätten die Konkurrenten von BMW Daimler, Volkswagen (VW) und AUDI geheißen. Doch die Zeiten hätten sich geändert, heute fürchte der Automobilhersteller viel mehr Unternehmen wie Tesla und Google. Die einen würden immer mehr Marktanteile im Bereich Elektromobilität gewinnen, während die anderen bei Software und Daten führend seien.
Dass der Verbrennungsmotor nicht der Antrieb der Zukunft sei, habe BMW frühzeitig erkannt und mit dem i3 bereits 2013 ein innovatives E-Auto gebaut. Allerdings sei bis heute die Nachfrage geringer als erhofft. Vor allem das Design des Wagens schrecke immer wieder potenzielle Käufer ab. In Zukunft würden die Münchener daher vermehrt auf eine breite Elektrifizierung ihrer klassischen Modellflotte setzen. Im Jahr 2023 solle die Angebotspalette 25 Fahrzeuge mit Elektroantrieb umfassen, über die Hälfte davon rein batteriebetrieben. Bereits 2021 solle das neue E-Flaggschiff - der BMW i4 - der Konkurrenz das Fürchten lehren. Das bis zu 530 PS starke vollelektrifizierte Auto solle vor allem den Angriff auf den E-Autopionier Tesla einläuten und Marktanteile in der gehobenen Mittelklasse erobern.
Neben dem Antrieb spiele auch die Software bzw. das Autobetriebssystem eine immer größere Rolle. Das Auto der Zukunft werde vollvernetzt sein - vom kleinsten Bauteil bis hin zur Navigation. Das ganz große Ziel heiße irgendwann autonomes Fahren. Bereits heute würden die Autos von Tesla unzählige Daten sammeln und Google habe kürzlich mit seinem Betriebssystem Android Automotive OS ein komplettes Multimediasystem für Fahrzeuge veröffentlicht. Aktuell habe die deutsche Automobilindustrie in diesem Bereich das Nachsehen. Doch das solle sich ändern. Mit eigenentwickelten Betriebssystemen möchten BMW, Daimler und VW den US-Konzernen den Kampf ansagen. Eventuell sei in Zukunft sogar eine Zusammenarbeit der drei großen deutschen Autobauer denkbar.
Im Bereich der Elektromobilität trauen wir BMW zu, attraktive Autos zu bauen, die auf eine hohe Nachfrage treffen, so Robin Freytag, Bondhändler bei der DZ BANK. Deutlich skeptischer sei Freytag dagegen im Bereich Software und Daten. Hier sei seiner Einschätzung nach der Vorsprung von Techkonzernen wie Google sehr groß. Um die Corona-Auswirkungen abzufedern, habe BMW-Chef, Oliver Zipse, verkündet, Investitionen zu kürzen und Arbeitsplätze abzubauen, indem freie Stellen nicht mehr nachbesetzt würden. Solange eine Rückkehr zur Normalität noch nicht zu erkennen sei, sei dieses so genannte "Fahren auf Sicht" nach Meinung von Robin Freytag die richtige Strategie.
Aktuell habe die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier betrage 1,30% p.a. und die Laufzeit betrage fünf Jahre. Die Zeichnungsphase laufe vom 29.05.2020 bis 16.06.2020.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Bonitätsentwicklung der BMW AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, erhalte der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,30% ausbezahlt. Zudem werde die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, würden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolge zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag könne deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfalle in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liege.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 29.05.2020) (02.06.2020/alc/a/a)
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