Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anleihen aus den Schwellenländern konnten sich nach dem starken Abverkauf im Vormonat leicht erholen, so die Experten von Union Investment.
Eine insgesamt bessere Risikostimmung habe das Marktsegment unterstützt. Gemessen am JP Morgan EMBI Global Diversified-Index hätten Hartwährungstitel im Monatsvergleich ein Plus von 2,3 Prozent verbucht. Die Risikoaufschläge hätten sich um 16 auf 610 Basispunkte eingeengt. Starke Verwerfungen am Ölmarkt hätten nur zwischenzeitlich für einen leichten Anstieg der Spreads gesorgt.
Einige Zentralbanken hätten im Schatten der US-Notenbank FED weiter die Zinsen gesenkt. So hätten beispielsweise die Währungshüter in den Philippinen und Polen den geldpolitischen Schlüsselsatz um 50 Basispunkte reduziert. In Peru sei der Zins um einhundert Basispunkte gesenkt worden, während in Indien eine Reduktion um 25 Basispunkte stattgefunden habe. Ratingseitig hätten Südafrika und Mexiko Herabstufungen erhalten.
Die Corona-Pandemie treffe das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart. Die Zweifel an der Nachhaltigkeit der südafrikanischen Staatsfinanzen seien aufgrund der Krise umso akuter geworden. Mit der Herabstufung habe der Emittent auch sein Investment Grade-Rating verloren. Der Südafrikanische Rand habe gegenüber dem Euro 3,1 Prozent verloren. Staatsanleihen aus Mexiko würden zwar erst einmal ihren Investment Grade-Status behalten. Dennoch hätten mangelnde Wirtschaftsreformen, zusätzliche Wachstumseinbußen durch die Corona-Pandemie und der Ölpreiseinbruch für eine vorsichtigere Einschätzung der Kreditwürdigkeit gesorgt. (Ausgabe vom 08.05.2020) (12.05.2020/alc/a/a)
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