Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach den turbulenten Handelstagen in den Vormonaten kam es im April am US-Rentenmarkt zu einer deutlichen Beruhigung, so die Experten von Union Investment.
Die Kurse von US-Staatsanleihen hätten sich wieder in engeren Handelsspannen bewegt. Zu Monatsbeginn habe die Zahl der Corona-Infektionen drastisch zugenommen. America first habe es daher auch schnell im weltweiten Vergleich geheißen, sowohl was die absolute Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen betroffen habe, als auch den damit verbundenen Todesfällen. Vor allem in New York sei die Lage sehr ernst gewesen. Im weiteren Verlauf hätten sich die Konjunkturdaten immer weiter eingetrübt. Gleichzeitig hätten die Eindämmungsmaßnahmen jedoch erste Erfolge gezeigt und damit hätten Anleger die Hoffnung auf mögliche Lockerungen verbunden. Mit Remdesivir sei zudem ein erstes Medikament gegen das Virus zugelassen worden.
Von staatlicher Seite habe es weitere Hilfspakete gegeben. So sei unter anderem das CARES-Programm für kleine Unternehmen deutlich aufgestockt worden. Damit sollten Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern Gelder erhalten. Die US-Notenbank Federal Reserve sei in vorsichtiger Wartestellung geblieben und habe sich bereit gezeigt, notfalls zu handeln. Darüber hinaus hätten sich die Währungshüter über die mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen besorgt gezeigt.
Der ruhige Handel sei zudem auch ein Verdienst der FED gewesen, die wöchentlich in großem Umfang US-Papiere angekauft und damit den Markt merklich stabilisiert habe. US-Staatsanleihen hätten im Monatsvergleich nahezu unverändert rentiert. Die Rendite zehnjähriger Schatzanweisungen sei von 0,67 auf 0,64 Prozent gefallen. Als Nebeneffekt habe sich die Notenbankbilanz dadurch im Rekordtempo um rund die Hälfte vergrößert. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten sich US-Staatsanleihen im April um 0,4 Prozent verteuert. (Ausgabe vom 08.05.2020) (11.05.2020/alc/a/a)
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