Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die starke Ausbreitung des Corona-Virus außerhalb Chinas sorgte weltweit für starke Kurseinbrüche an den Finanzmärkten, so die Experten von Union Investment.
Zweitweise seien sämtliche Korrelationen zwischen den Anlageklassen außer Kraft gesetzt gewesen. Dabei hätten sowohl risikoreiche Anlagen als auch die als sicher geltenden Staatspapiere (Bundesanleihen und US-Treasuries) im Gleichlauf Kursverluste aufgewiesen. Mit der massiven Bereitstellung von Liquidität und Wertpapierankäufen durch die Zentralbanken sowie den flankierenden Maßnahmen durch zahlreiche Regierungen habe sich die Lage zum Monatsende hin aber wieder etwas beruhigen können.
In diesem Umfeld hätten Euro-Unternehmensanleihen (ICE BofA Euro-Corp.-Index (ER00)) einen Verlust in Höhe von 6,8 Prozent verzeichnet. Der Risikoaufschlag sei in der Spitze um 119 auf 199 Basispunkte angestiegen, habe letztlich Ende März mit 193 um 74 Basispunkte höher gechlossen. Die Stabilisierung zum Monatsende hätten zahlreiche Unternehmen zur Platzierung neuer Anleihen am Primärmarkt genutzt. Die Nachfrage der Anleger sei angesichts attraktiver Neuemissionsprämien gut gewesen.
Der US-Markt (ICE BofA US-Large Cap-Index (C0AL) habe ebenfalls stark unter Druck gestanden (minus 7,3 Prozent). Die Risikoaufschläge hätten sich dort von zwischenzeitlich 147 auf 395 Basispunkte erhöht, mit 295 Basispunkten aber wieder deutlich tiefer geschlossen. Der amerikanische High Yield-Sektor habe bezüglich der Spreads sogar zeitweise eine Verdoppelung auf rund 890 Basispunkte verzeichnet. (Ausgabe vom 07.04.2020) (08.04.2020/alc/a/a)
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