Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den internationalen Rentenmärkten herrschte im Februar zunächst noch eine recht gelöste Stimmung, berichten die Experten von Union Investment.
Das SARS-CoV-2-Virus schien vor allem ein Problem in China, nicht aber für den Rest der Welt zu sein, so die Experten von Union Investment. Gute Konjunkturdaten hätten bei US-Schatzanweisungen und Bundesanleihen zu leicht steigenden Renditen geführt. Papiere mit Risikoaufschlag, wie europäische Peripherieanleihen seien hingegen gesucht gewesen.
Im Euroraum seien Bundesanleihen ebenfalls gesucht gewesen. Die Rendite für zehnjährige Papiere habe sich Schritt für Schritt auf -0,6 Prozent reduziert. Schuldverschreibungen aus den Peripherieländern hätten sich hingegen steigenden Renditen gegenübergesehen und daher entsprechende Kursverluste hinnehmen müssen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im Februar 0,4 Prozent an Wert gewonnen. Während Papiere aus den Kernländern 1,3 Prozent zugelegt hätten, hätten Anleihen aus der Peripherie 0,7 Prozent verloren.
Euro-Unternehmensanleihen hätten sich vergleichsweise gut gehalten. Die niedrigeren Renditen bei Bundesanleihen hätten die höheren Renditeaufschläge abgefedert, sodass letztlich nur ein Minus von 0,4 Prozent entstanden sei (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index). Anleihen aus den Schwellenländern hätten unter der Risikoaversion der Marktteilnehmer gelitten und im Februar, gemessen am J.P. Morgan EMBI Global Diversified-Index, 1,0 Prozent an Wert verloren. (Ausgabe vom 10.03.2020) (12.03.2020/alc/a/a)
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