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05.03.20 11:00
0,75% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf HeidelbergCement: Umsatz- und Ergebnisanstieg dank Bauboom

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004 / WKN 604700) eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung (ISIN DE000DD5AP82 / WKN DD5AP8) mit dem Basiswert HeidelbergCement vor.

Niedrige Zinsen hätten in den letzten Jahren für einen Bauboom gesorgt. Der Baustoffhersteller HeidelbergCement habe von dieser Entwicklung profitiert.

2019 sei ein sehr erfolgreiches Jahr für die Baubranche gewesen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hätten die Auftragseingänge in Deutschland im Gesamtjahr mit einem Volumen von 86,1 Mrd. Euro nominal 8,2% über dem Vorjahreswert gelegen. Dies entspreche dem höchsten jemals gemessenen Jahreswert. Haupttreiber seien hierzulande Neubauten und Sanierungen in den Bereichen Infrastruktur, Industrie und Wohnungsbau gewesen. Aber auch außerhalb der deutschen Grenzen werde eifrig gebaut.

So seien die wichtigsten Auslandsmärkte für deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahren Skandinavien, Österreich, Polen und Tschechien gewesen. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sei das Auftragsvolumen aus Asien. Im Jahr 2018 habe es rund 600 Mio. Euro betragen, wovon knapp 40% aus den Staaten der Golfregion gestammt hätten.

Profiteure dieser Entwicklung seien neben den Bauunternehmen auch die Baustoffhersteller. Zu den weltweit größten Konzernen aus diesem Bereich gehöre das deutsche Unternehmen HeidelbergCement. Neben Zement und Zuschlagstoffen produziere das im DAX gelistete Unternehmen auch weitere Baustoffe wie z.B. Transportbeton und Asphalt. Im vergangenen Jahr habe HeidelbergCement einen Gesamtumsatz von 18,85 Mrd. Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Plus von 4,3%.

Zudem sei das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen um 15,5% auf insgesamt 3,6 Mrd. Euro deutlich gesteigert worden. Ebenfalls besser als erwartet sei im vergangenen Jahr der Schuldenabbau gelaufen. Mit einer Nettofinanzverschuldung von 7,1 Mrd. Euro zum Jahresende liege HeidelbergCement unter dem selbstgesteckten Ziel von 7,4 Mrd. Euro.

HeidelbergCement rechne auch für 2020 mit einer sich positiv entwickelnden Nachfrage für Baustoffe - vor allem in den Wachstumsmärkten. Letztendlich ausschlaggebend seien aber das Wachstum der Weltwirtschaft, die Geldpolitik und die Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Neben einem Umsatz- und Gewinnwachstum strebe der Baustoffkonzern auch eine weitere Reduzierung der Verbindlichkeiten an. Bis Ende 2020 sollten rund 100 Mio. Euro an Vertriebs- und Verwaltungskosten eingespart werden. Dieses Ziel sei bereits ein Jahr früher als geplant erreicht worden. Bis zum Ende des laufenden Jahres sollten nun weitere 30 Mio. Euro gespart werden.

Sehr positiv würden die Analysten die erfolgreiche Umsetzung der Sparmaßnahmen und die Reduzierung des Schuldenberges sehen. Allerdings stünden sie einer Fortsetzung des Baubooms skeptisch gegenüber. In jüngster Zeit würden die Anzeichen für eine Abschwächung der Bautätigkeit zunehmen. So halte sich beispielsweise die öffentliche Hand mit Aufträgen zurück, was teils zu Stornierungen und Auftragsrückgängen führe. Zudem könnten die Analysten aktuell nicht sagen, welche Auswirkungen der Ausbruch des Coronavirus auf die Weltwirtschaft und auch auf die Bauwirtschaft haben werde.

HeidelbergCement werde von den drei großen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch bewertet. Aktuell werde die Bonität mit den Ratings BBB-, Baa3 und BBB- benotet. In allen drei Fällen entspreche dies einem Investment Grade Rating. Das heiße, Anleihen des Baustoffkonzerns seien eine durchschnittlich gute Anlage. Allerdings könnten bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft Probleme auftreten. Der Ausblick für die Bonitätsbewertung sei zweimal positiv und einmal stabil. Positiv in die Bewertung fließe sicherlich die Marktposition von HeidelbergCement ein. Negativ könnte dagegen die starke Konjunkturabhängigkeit der Baubranche sein.

Aktuell habe die DZ BANK die bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die HeidelbergCement AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier betrage 0,75% p.a. und die Laufzeit betrage 6,8 Jahre. Die Zeichnungsphase laufe vom 28.02.2020 bis 13.03.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Bonitätsentwicklung der HeidelbergCement AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner HeidelbergCement AG ein, erhalte der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,75% ausbezahlt. Zudem werde die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner HeidelbergCement AG ein, würden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolge zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag könne deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfalle in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liege.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Ausgabe vom 04.03.2020) (05.03.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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