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24.02.20 09:15
Aktienanleihe Classic auf Airbus Group: Orderbuch verleiht Auftrieb - Anleiheanalyse

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Airbus Group-Aktie (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000DF9DCU8 / WKN DF9DCU) mit dem Basiswert Airbus Group vor.

Airbus habe es geschafft: Der europäische Flugzeugbauer habe 2019 mehr Maschinen ausgeliefert als der US-Rivale Boeing. Allerdings habe eine Milliardenstrafe den Gewinn verhagelt. Operativ sei es aber nicht schlecht gelaufen. Zudem würden die Branchentrends stimmen, weshalb die Analysten bezüglich der weiteren Perspektiven optimistisch bleiben würden.

Eigentlich sei Airbus im vergangenen Geschäftsjahr auf Kurs zu einem Rekordjahr gewesen. Es habe auch neue Bestmarken gegeben. Beispielsweise seien mit 863 zivilen Flugzeugen so viele ausgeliefert worden wie noch nie. Das habe maßgeblich zum Umsatzplus von 11% auf 70,48 Mrd. Euro beigetragen - ebenfalls ein neuer Höchstwert. Der zivile Flugzeugbau bleibe damit der Wachstumsträger des Konzerns. Die Entwicklung im vergangenen Jahr bestätige die Einschätzung der Analysten, dass Airbus mit seiner Modellpalette gut positioniert sei, um von den langfristig positiven Branchenperspektiven zu profitieren. Sie würden insbesondere aus der erwarteten, anhaltenden Zunahme des weltweiten Luftverkehrs resultieren.

Unterstützt werde die Einschätzung der Analysten vom Orderbuch. 2019 seien die neuen Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr von 747 auf 768 Maschinen angezogen. Am Jahresende hatte Airbus damit 7.482 Bestellungen für zivile Flugzeuge in den Auftragsbüchern stehen, so die Analysten der DZ BANK. Das entspreche einem Umsatzvolumen von mehr als 471 Mrd. Euro. Für 2020 sei die Auslieferung von rund 880 Maschinen geplant. Das wäre ein Plus gegenüber dem Vorjahr, zeige jedoch, dass der Vorstand vor der anhaltenden Herausforderung stehe, weiterhin die Produktion auszubauen, um den hohen Auftragsbestand schneller zu monetisieren.

Die Kapazitäten seien jedoch nicht die einzige Baustelle. Seit Jahren sei der Militärtransporter A400M ein Sorgenkind, das mit Pannen, Verzögerungen und Mehrkosten negative Schlagzeilen mache. 2019 habe Airbus Abschreibungen von 1,2 Mrd. Euro verbucht, weil die Chancen schwinden würden, das Modell ins Ausland zu verkaufen. Erst einmal scheine das Thema damit bearbeitet zu sein, es bleibe jedoch ein Risikofaktor. Die Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem A400M seien ein Grund, weshalb der Konzern im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,05 auf 1,34 Mrd. Euro verzeichnet habe. Der zweite Grund sei eine Strafe von 3,6 Mrd. Euro im Zuge eines Korruptionsskandals, die bereits verbucht worden sei, aber erst 2020 cash-wirksam werde. Hinzu seien weitere Sondereffekte (u.a. der Ausstieg aus dem A380) gekommen.

Ohne diese Sondereffekte habe das EBIT um 19% auf 6,95 Mrd. Euro zugelegt. Nach Einschätzung der Analysten unterstreiche das die operative Stärke des Geschäftsmodells, was insbesondere auf der Stärke im zivilen Flugzeugbau fuße. Sollte sich die Zuversicht des Vorstands bewahrheiten, die Produktion des wichtigsten Modells (A320) wie geplant hochzufahren, würden die Analysten daher Spielraum für eine anhaltend gute Gewinnentwicklung sehen. Ein Schwachpunkt bleibe für die Analysten die Sparte Defence & Space, die unter Margendruck leide. Kurzfristig einen potenziellen Belastungsfaktor würden die Analysten in der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus sehen, was die Orderaktivität dämpfen könnte. Weitere Risiken seien nach Erachten der Analysten der Subventionsstreit zwischen Airbus und Boeing und ungünstige Wechselkurseffekte.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Airbus SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe mit Fälligkeit am 26.03.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 120,00 Euro und einer Zinszahlung von 5,90% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 26.03.2021, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Airbus SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 9,68 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Airbus SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Airbus SE an der Börse Euronext Paris am 19.03.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 120,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,333) bestimmte Anzahl von Aktien der Airbus SE. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Aurubis AG am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Ausgabe vom 21.02.2020) (24.02.2020/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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