Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Oliver Saake, Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460) eine Aktienanleihe Classic 5,9% 2020/12 (ISIN DE000DF9NMF7 / WKN DF9NMF) mit dem Basiswert SAP vor.
SAP habe im Geschäftsjahr 2019 die eigenen Ziele erreicht. Der Konzern habe damit seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt. Beim Umsatz habe er ein Plus von 12% auf 27,55 Mrd. Euro erzielt. Fortschritte habe es vor allem im Cloud-Geschäft gegeben, das in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut worden sei. Hier habe SAP ein Plus von 39% auf 6,93 Mrd. Euro verzeichnet, was Oliver Saake als besonders positive Entwicklung bewerte. 2020 werde ein Wachstum zwischen 24% und 28% angepeilt.
Trotz steigender Umsätze im vergangenen Jahr seien die Gewinne gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich um 21% auf 4,5 Mrd. Euro verringert. Beim Nachsteuergewinn sei ein Rückgang von 17% auf 3,39 Mrd. Euro verbucht worden. Gründe seien zum einen überproportional zu den Einnahmen gestiegene Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für die Verwaltung. Dazu würden akquisitionsbedingte Aufwendungen (Qualtrics) gehören. Der Vorstand habe zum anderen Sondereffekte hervorgehoben, wie die Ausgaben im Zusammenhang mit den Anfang 2019 initiierten Restrukturierungsmaßnahmen (u.a. Personalumbau), die sich auf 1,13 Mrd. Euro belaufen hätten. Um Sondereffekte bereinigt, hätten sich das EBIT um 15% auf 8,21 Mrd. Euro und der Nettogewinn um 18% auf 6,15 Mrd. Euro verbessert.
Auf bereinigter Basis habe SAP damit die Profitabilität erhöhen können. Der Konzern habe seine EBIT-Marge von 29% auf 29,7% gesteigert. Damit scheine der zuletzt eingeschlagene Effizienzkurs aus Oliver Saakes Sicht erste Früchte zu tragen. Wir begrüßen diese Entwicklung und erwarten, dass SAP nach Jahren mit sinkenden oder stagnierenden operativen Margen die eigenen Ziele erreichen wird, so Oliver Saake, Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte bei der DZ BANK, weiter. Angestrebt werde demnach eine kontinuierliche Steigerung auf 34% bis 2023. Damit sollte es SAP nach Erachten von Oliver Saake zudem gelingen, die Cashflows zu erhöhen - wobei er eine höhere Dynamik erwarte als beim Wachstum von Umsatz und Gewinnen.
Die Basis für die guten Perspektiven sehe Oliver Saake in den anhaltenden Fortschritten bei der Umstellung des Geschäftsmodells. Seiner Einschätzung nach würden die jüngsten Zahlen die erfolgreiche Transformation der vergangenen Jahre untermauern. SAP habe sich vom traditionellen Verkäufer von Softwarelizenzen zu einem cloudbasierten Softwareanbieter gewandelt. Dieser Umbau sei noch nicht abgeschlossen. Oliver Saake, Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte bei der DZ BANK, sei jedoch zuversichtlich, dass der eingeschlagene Kurs konsequent fortgeführt werde, was ihn in der Annahme anhaltend positiver geschäftlicher Perspektiven bestärke.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der SAP SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 116,279 Euro und einer Zinszahlung von 5,90% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.12.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 2,26 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liege der Schlusskurs der Aktie der SAP SE an der Börse XETRA Frankfurt am 14.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 116,279 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,60) bestimmte Anzahl von Aktien der SAP SE. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der SAP SE am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 07.02.2020) (10.02.2020/alc/a/a)
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