Bonn (www.anleihencheck.de) - Die russische Regierung hat umfangreiche sozialpolitische Maßnahmen im Volumen von 0,4 Prozent des BIP angekündigt, die das Wachstum in diesem Jahr stützen könnten, so die Analysten von Postbank Research.
Ob sie tatsächlich umgesetzt würden, sei wegen des engen fiskalpolitischen Spielraums aber ungewiss.
Der Außenhandelsüberschuss habe sich zuletzt reduziert. 2020 sei wegen steigender Importe mit einem Rückgang von 71 Mrd. auf 56 Mrd. US-Dollar zu rechnen.
Die russische Notenbank habe den Leitzins im Dezember 2019 um 0,25 Prozentpunkte auf 6,25 Prozent gesenkt. Angesichts der sich abschwächenden Inflation sei eine weitere Zinssenkung wahrscheinlich. Die Analysten würden eine Reduzierung um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem sowie im nächsten Quartal erwarten.
Der Russische Rubel (RUB) dürfte sich vor dem Hintergrund anhaltender Leitzinssenkungen der Notenbank, die Carry Trades in der Währung weiterhin unattraktiv machen würden, und eines rückläufigen Außenhandelsüberschusses abschwächen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der EUR/RUB (69,14, Stand: 28.01.2020) auf 74,75 in einem Jahr sinken werde. (Ausgabe Februar 2020) (31.01.2020/alc/a/a)
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