Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Markt für in US-Dollar und Euro notierte Anleihen aus den Schwellenländern (EM) entwickelte sich im Dezember sehr erfreulich, so die Experten von Union Investment.
Umfangreiche Anlagegelder seien gegen Jahresende in den Schwellenländern investiert worden. Auf Gesamtmarktebene (J.P. Morgan EMBI Global Diversified-Index) hätten entsprechende Papiere im Berichtsmonat um 2 Prozent zulegen können. Die Risikoprämien (Spreads) gegenüber den als sicher geltenden US-Staatsanleihen seien im Dezember um 34 auf einen Jahrestief- und -endstand von 290 Basispunkten gefallen.
Mit Blick auf die lokalen Märkte seien ebenfalls Zugewinne zu beobachten gewesen. Auf Indexebene (J.P. Morgan GBI-Div.-Index) sei die Rendite um 5 Basispunkte auf 5,26 Prozent gefallen und habe damit nur noch knapp über dem Jahrestief von Anfang November (5,23 Prozent) gelegen.
Insgesamt sei 2019 trotz zahlreicher Widrigkeiten, wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, ein sehr positives Jahr für die mit Risiko behafteten Anleihesegmente gewesen. EM-Hartwährungsanleihen hätten im Jahresverlauf vor dem Hintergrund rückläufiger Renditen bei US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen und eines hohen Anlagebedarfs der Anleger rund 15 Prozent hinzugewonnen. Die Risikoprämien hätten sich deutlich um 125 auf 290 Basispunkte eingeengt. (Ausgabe vom 16.01.2020) (20.01.2020/alc/a/a)
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