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13.01.20 09:44
Aktienanleihe Classic 5,8% 2020/12 auf Fresenius: Intakte Wachstumstreiber - Anleiheanalyse

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Oliver Saake, Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Fresenius (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) eine Aktienanleihe Classic 5,8% 2020/12 (ISIN DE000DF8JFC8 / WKN DF8JFC) mit dem Basiswert Fresenius vor.

Der Gesundheitskonzern Fresenius sollte in den nächsten Jahren weiterhin von den Wachstumstreibern in der Branche profitieren. Positiv bewerten wir zudem den stabilen und relativ hohen operativen Cashflow, so Oliver Saake weiter. Das Geschäftsmodell des deutschen Gesundheitskonzerns zeichne sich durch eine geringe Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung aus. Denn Produkte und Dienstleistungen zur Behandlung von Krankheiten seien auch in gesamtwirtschaftlichen Schwächephasen unverzichtbar. Fresenius sei in vier Geschäftsbereichen tätig und somit relativ breit diversifiziert. Zugleich nehme das Unternehmen in den vier Bereichen jeweils eine marktführende Position ein.

Über die ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care (Besitzanteil rund 31%) biete Fresenius Dienstleistungen rund um die Behandlung von Nierenerkrankungen an. Zweite Säule sei das Klinikgeschäft. Mit Fresenius Helios sei man der führende private Krankenhausbetreiber in Europa. Neben Standorten in Deutschland sei man mit der Tochter Quirónsalud in Spanien aktiv. Diese habe zuletzt ihre Aktivitäten in Kolumbien ausgebaut und sei im Klinikgeschäft aktuell der Wachstumsträger.

Im Geschäftsfeld Fresenius Kabi sei der Konzern als Zulieferer für Kliniken tätig. Er stelle Produkte (u.a. Medikamente, Infusionen, klinische Ernährung) sowie dazugehörige Dienstleistungen zur Verfügung. Die vierte Konzernsäule, Fresenius Vamed (Besitzanteil 77%), sei spezialisiert auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen.

Oliver Saake, Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte bei der DZ BANK, sehe weiterhin Umsatz- und Ergebnispotenziale in allen Geschäftsbereichen. Die demografische Entwicklung, neue Behandlungsmethoden sowie ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein seien potenzielle Wachstumstreiber. Daher sollte die Nachfrage an professionellen Dienstleistungen im Gesundheitsbereich auch künftig hoch bleiben. Fresenius sei mit seinen vier Geschäftsbereichen sehr gut für diese Entwicklung positioniert. Fundamental zeichne sich die Gesellschaft zudem durch einen stabilen und relativ hohen operativen Cashflow aus, was ihr den finanziellen Spielraum gebe, weiterhin Investitionen zu tätigen, um das Geschäft auszubauen.

Risiken sehe man in staatlichen Regulierungen, wobei neben dem Heimatmarkt Deutschland insbesondere die starke Position der Tochter Fresenius Medical Care auf dem US-Markt relevant sei. In beiden Märkten hätten zuletzt Gesetzesänderungen zu neuen Herausforderungen geführt, welche insbesondere die Töchter Helios und Fresenius Medical Care betreffen würden. Im Klinikgeschäft habe es Neuerungen beim so genannten Pflegepersonal-Stärkungsgesetz gegeben, was ab 2020 u.a. eine Neuregelung der Pflegepersonalkosten vorsehe. In den USA sei ein Dekret unterzeichnet worden, welches die Heimdialyse bei Nierenleiden als Alternative zur stationären Behandlung stärke. Daraus könnte ein Preisdruck auf die Dialysezentren von Fresenius Medical Care resultieren. Die Tochter verfolge jedoch die Strategie, ebenfalls den Bereich Heimdialyse auszubauen. Aus dem US-Geschäft könnten zudem negative Währungseinflüsse resultieren.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 44,843 Euro und einer Zinszahlung von 5,80% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.12.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 6,66 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA an der Börse XETRA Frankfurt am 14.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 44,843 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (22,30) bestimmte Anzahl von Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 10.01.2020) (13.01.2020/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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