Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Robin Freytag, Bondhändler bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Volkswagen-Vorzugsaktie (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) eine 1,00% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung (ISIN DE000DD5ANZ0 / WKN DD5ANZ) mit dem Basiswert Volkswagen vor.
China sei der größte Einzelmarkt für Volkswagen. Trotz einem sinkenden Gesamtmarkt hätten allein im November die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% auf 419.700 Fahrzeuge gesteigert werden können. Weltweit seien im letzten Monat 988.800 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei dies ein Plus von über 5%. Obwohl die Automobilbranche derzeit mit heftigem Gegenwind zu kämpfen habe, lägen die Wolfsburger nach den ersten elf Monaten des laufenden Jahres leicht über dem Vorjahresniveau. Die Konzernspitze rechne daher mit einem insgesamt erfolgreichen Abschneiden für 2019.
Zusammen mit seinen chinesischen Partnern plane die Volkswagen Group China, im nächsten Jahr über 4 Mrd. Euro in China zu investieren. Ungefähr 40% dieser Summe sollten in den Ausbau der Elektromobilität fließen. In den nächsten Jahren werde mehr Geld in E-Autos als in Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb gesteckt. Volkswagen setze seine E-Offensive somit auch in China radikal um und wolle seinen Marktanteil weiter ausbauen. Aktuell biete die Volkswagen Group China bereits 14 elektrifizierte Fahrzeugversionen an. Bis 2025 solle das Angebot auf 30 Modelle gesteigert werden. Zudem plane der Konzern, in ca. fünf Jahren rund 1,5 Millionen E-Autos an Kunden auszuliefern.
Die Investitionen von Volkswagen in China mit dem Ziel, Marktanteile zu gewinnen, begrüßen wir, so Robin Freytag, Bondhändler bei der DZ BANK, weiter. Doch während sich die Wolfsburger voll und ganz auf die Elektromobilität fokussieren würden, sehe die chinesische Regierung andere alternative Antriebsformen als weitere Option. Zudem stoppe China Ende 2020 seine Subventionen für E-Autos.
Da in China ein Großteil des Stroms aus wenig umweltfreundlichen Kohlekraftwerken gewonnen werde, könnte laut Plänen der Regierung ab 2025 nicht mehr der Kraftstoffverbrauch für den Flottenverbrauch der Hersteller maßgeblich sein, sondern die tatsächlich für den Betrieb anfallenden CO2-Emissionen. Wasserstoff- und Methanolantriebe wären dann im Vorteil. Sollten diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden, könnte sich dies nach Meinung von Robin Freytag negativ auf die Wachstumsstrategie von Volkswagen auswirken.
Aktuell habe die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier betrage 1,00% p.a. und die Laufzeit betrage sieben Jahre. Die Zeichnungsphase laufe vom 11.12.2019 bis 27.12.2019.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhalte der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,00% ausbezahlt. Zudem werde die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, würden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolge zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag könne deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfalle in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liege.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 18.12.2019) (19.12.2019/alc/a/a)
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