Wien (www.anleihencheck.de) - Die lockere Geldpolitik der Notenbanken gefährdet die Stabilität des weltweiten Finanzsystems, warnt der Internationale Währungsfonds (IWF), so die Experten von "FONDS professionell".
Anleger würden auf der Suche nach Rendite immer mehr Risiken eingehen.
Die Schwachstellen im Finanzsystem würden zunehmen, was mittelfristig ein Risiko für das Wachstum darstelle, fürchte der IWF. In einigen riskanten Märkten habe die Suche institutioneller Investoren nach höheren Renditen bereits zu übertriebenen Bewertungen geführt. "Die politischen Entscheidungsträger müssen dringend handeln, um die finanziellen Verwundbarkeiten anzugehen, die den nächsten Abschwung verschärfen", heiße es "Spiegel Online" zufolge in dem IWF-Bericht.
Verschuldung der Unternehmen steige
Sorgen bereite dem IWF auch die Tatsache, dass sich viele Unternehmen weltweit immer mehr verschulden würden. Sollte es zu einer Krise kommen, könnten etwa 40 Prozent aller Unternehmensschulden in acht wichtigen Volkswirtschaften - darunter die USA und einige Staaten der Europäischen Union - in Gefahr sein. Das gelte selbst dann, falls ein Crash nur halb so stark ausfallen sollte wie bei der globalen Finanzkrise 2008/2009. Insgesamt gehe es laut IWF dabei um rund 19 Billionen US-Dollar. (17.10.2019/alc/a/a)
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