Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn des Monats September markierten sowohl US-Staatsanleihen als auch Papiere aus dem Euroraum Rekordtiefstände und setzten ihren Trend aus den Vormonaten zunächst noch fort, so die Experten von Union Investment.
Doch schon kurze Zeit später seien erste Zweifel aufgekommen, ob sich die hohen Erwartungen an die Geldpolitik denn überhaupt erfüllen lassen würden. Darüber hinaus hätten sich einige Notenbankmitglieder zunehmend verhalten zur expansiven Geldpolitik geäußert. In diesem Umfeld sei es zu einer Korrekturbewegung mit wieder steigenden Renditen gekommen. Zur Monatsmitte hätten die Zentralbanken dann letztlich aber doch die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt.
Im Handelsstreit seien China und die USA wieder aufeinander zugegangen. Es werde aber bestenfalls mit einem kleinen Deal gerechnet. Es dürfe bezweifelt werden, dass die Chinesen Donald Trump einen großen Deal feiern lassen würden. Zum Monatsende hin hätten Staatsanleihen ihre zuvor erlittenen Verluste wieder etwas aufgeholt, als sich die Erkenntnis durchgesetzt habe, dass die Renditen wohl vorerst niedrig bleiben würden. US-Papiere hätten, gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index, im Monatsvergleich dennoch 0,9 Prozent eingebüßt. Euro-Staatsanleihen hätten (iBoxx Sovereigns Index) 0,4 Prozent abgegeben.
Anfängliche Aktienverluste und eine Vielzahl an neuen Anleihen hätten auf europäischen Unternehmensanleihen gelastet, die auf Indexebene um 0,8 Prozent an Wert verloren hätten. Papiere aus den aufstrebenden Volkswirtschaften hätten hingegen kaum von sinkenden US-Leitzinsen profitiert. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets hätten mit den anderen Märkten ebenfalls leicht verloren und 0,5 Prozent nachgegeben. (Ausgabe vom 15.10.2019) (17.10.2019/alc/a/a)
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