Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zu Monatsbeginn September 2019 markierten Euro-Staatsanleihen renditeseitig vielfach Rekordtiefstände und setzten den Trend aus den Vormonaten zunächst noch fort, so die Experten von Union Investment.
Doch schon kurze Zeit später seien erste Zweifel aufgekommen, ob sich die hohen Erwartungen an die Geldpolitik denn überhaupt erfüllen lassen würden. Am Geldmarkt seien schließlich gleich mehrere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) eingepreist gewesen. Darüber hinaus hätten sich einige Notenbankmitglieder gegenüber der lockeren Geldpolitik zunehmend verhalten geäußert. In diesem Umfeld sei es zu einer Korrekturbewegung mit wieder steigenden Renditen gekommen.
Das Umfeld mit negativen Renditen wird uns also noch lange Zeit erhalten bleiben, so die Experten von Union Investment. Diese Erkenntnis habe sich im Nachgang auch bei vielen Investoren durchgesetzt, die wieder für Käufe bereit gewesen seien. Euro-Staatsanleihen hätten daher in der zweiten Monatshälfte einen Teil der zuvor erlittenen Verluste wieder aufholen können. Papiere aus den europäischen Peripherieländern hätten dabei in der Gunst der Anleger ganz weit oben gestanden.
Als stützend hätten sich auch die Verabschiedung einer neuen italienischen Regierung und eine Verbesserung der Kreditwürdigkeit spanischer Staatsanleihen erwiesen. Während Schuldverschreibungen aus den Kernländern letztlich 1,1 Prozent an Wert verloren hätten, hätten Papiere aus den Peripherieländern 0,6 Prozent hinzugewonnen. Auf Indexebene (iBoxx - Sovereigns) bedeute das für den Gesamtmarkt im September Einbußen in Höhe von 0,4 Prozent. (Ausgabe vom 15.10.2019) (16.10.2019/alc/a/a)
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