Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten gab es in der Berichtswoche vom 7. bis 11. Oktober 2019 wenig Grund zur Freude, so die Experten von Union Investment.
Angesichts der schlechten Daten und der politischen Unwägbarkeiten seien zuletzt viele Risiken entsprechend hoch in den Notierungen von Bundesanleihen eingepreist gewesen. Mit der (vermeintlichen) Aufhellung der Lage seien die Anleihekurse unter Druck gekommen. Die Rendite zehnjähriger Bundespapiere sei im Wochenvergleich von minus 59 auf minus 49 Basispunkte angestiegen. Die deutsche Zinskurve habe sich nach oben verschoben, der Renditeanstieg habe über die Kurve hinweg bei sechs bis zehn Basispunkten gelegen. 30-ährige Bundesanleihen hätten am Freitag mit 0,03 Prozent Rendite wieder im positiven Bereich notiert.
Auch am US-Staatsanleihemarkt seien die Renditen im Rahmen entsprechender Kursverluste nach oben gerichtet gewesen. Auch dort habe sich die Zinskurve über fast alle Laufzeiten um 15 Basispunkte nach oben verschoben.
Die aktuelle Klimathematik finde auch an den Finanzmärkten Resonanz. Irland beispielsweise habe in der Berichtswoche einen im vergangenen Jahr emittierten Green Bond mit Laufzeit 2031 sehr erfolgreich aufgestockt. Darüber hinaus habe der italienische Energiekonzern Enel drei Nachhaltigkeitsanleihen an den Markt gebracht. Die Anleiheerlöse würden für die Erzeugung sauberer und bezahlbarer Energie verwendet. Auch dort sei die Nachfrage der Anleger sehr hoch gewesen. (Ausgabe vom 11.10.2019) (14.10.2019/alc/a/a)
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