Stockholm (www.anleihencheck.de) - Christine Lagarde und Ursula von der Leyen sind für die Präsidentschaft der Europäischen Zentralbank (EZB) bzw. der Europäischen Kommission gesetzt, so Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management:
Dies zeige: Europa werde weiblicher. Beide Kandidatinnen seien außergewöhnlich. Sie seien bekannt für ihre Fähigkeit, Koalitionen zu bilden, und sollten Europa nachhaltig prägen.
Ursula von der Leyen sei bekannt für ihre Fähigkeit, Aufgaben erfolgreich zu erledigen. Seit 2005 sei sie ununterbrochen in der Regierung von Angela Merkel tätig gewesen, zuletzt als Verteidigungsministerin. Ihr internationaler Hintergrund dürfte ihr zugutekommen: Als Kind habe sie in Belgien gelebt, sie spreche fließend Französisch und sei seit ihrer Geburt den Umgang mit hochrangigen Persönlichkeiten gewohnt. Ihre Ausbildung zur Ärztin dürfte ihr dabei helfen, Probleme zu analysieren und dann Lösungen dafür zu finden. Ihre Karriere als Professorin habe vermutlich dazu beigetragen, dass es ihr mühelos gelinge, Menschen und Gruppen anzuleiten. So auch die Gruppe der europäischen Verteidigungsminister. Tatsächlich habe sie die Franzosen so sehr beeindruckt, dass diese Angela Merkel ihre Kandidatur vorgeschlagen hätten. Politisch gehöre sie der Christlich Demokratischen Union Deutschlands an, also der rechten Mitte. Ihre Kandidatur sei jedoch noch keine ausgemachte Sache, da sie vom Europäischen Parlament erst noch genehmigt werden müsse.
Dies sei ein einzigartiger Moment in der Geschichte Europas. Denn wir hätten nicht nur eine, sondern gleich zwei weibliche Kandidaten für die Spitze der EZB und der Europäischen Kommission. Das deute auf einen Wandel an der Spitze der europäischen Führung hin und sei ein Symptom für strukturelle Veränderungen, einschließlich der Einstellungen zu Geschlechtervielfalt und Klimawandel. (09.07.2019/alc/a/a)
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